Corona - Einkäufe für Risikogruppen angeboten "Hilfe für Mannheim": Bereits 40 Freiwillige besorgen Einkäufe

Von 
Steffen Mack
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Symbolbild © Imago

Mannheim. „Blau und Schwarz, Hand in Hand, Arm in Arm durch unser Land“ – wörtlich genommen wäre das in Corona-Zeiten kaum möglich. Doch die Fans des SV Waldhof füllen ihre Hymne, die vor jedem Heimspiel erklingt, nun im übertragenen Sinne mit Leben. Ab sofort übernehmen sie Einkäufe oder Apothekengänge für Angehörige von Risikogruppen, also vor allem für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen.

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Wer das Angebot annehmen möchte, kann von montags bis samstags zwischen 10 und 13 Uhr die Nummer 01520/456 54 16 anrufen. Oder er schreibt eine Mail an einkaufshilfe@pro-waldhof.de. Der Einkauf soll in handelsüblichen Mengen bleiben und nicht mehr als 50 Euro kosten (zu zahlen vom Auftraggeber). Um unnötige Wege zu vermeiden, würden möglichst Helfer aus demselben Stadtteil vermittelt, schreibt der Fan-Dachverband PRO Waldhof. „Dieses Hilfsangebot ist derzeit auf das gesamte Mannheimer Stadtgebiet, Weinheim, Schwetzingen, Plankstadt und Brühl begrenzt. Ob eine weitere Ausdehnung möglich ist, prüfen wir bei Bedarf.“

Bereits 40 Freiwillige

Ähnliche Initiativen gibt es auch in anderen Städten, allerdings überwiegend bei prominenten Erstligisten wie Dortmund, Schalke oder Bayern. Hier sei der Anstoß – jeweils unabhängig von einander – von den beiden größten Fanclubs Ultras Mannheim (die sonst auf der Osttribüne etwa mit Choreographien und Gesängen für Stimmung sorgen) und DoppelPass gekommen, sagt dem „MM“ Sören Runke vom Dachverband PRO Waldhof. „Bevor da jeder sein eigenes Süppchen kocht, haben wir beschlossen, daraus eine gemeinsame Aktion zu machen.“ Bisher hätten sich bereits 40 freiwillige Helfer registrieren lassen.

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Redaktion Steffen Mack schreibt als Reporter über Mannheimer Themen

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