Heinrich F. Koch, AfD, Mannheim-Süd: „Mannheimer Großkraftwerk muss erhalten bleiben“

Lesedauer: 

Bei der Wahl tritt Heinrich F. Koch in Mannheim-Süd für die AfD an. Der verheiratete Wirtschaftsingenieur führt ein Ingenieurbüro in Rheinau. Dort lebt er auch.

AdUnit urban-intext1

Warum sollten die Mannheimer Sie in den Landtag wählen?

„Naturschützer und Wildtiermanager“: Heinrich F. Koch mit neuem Gefährten in seinem Revier. © Heinrich F. Koch

Als Soldat habe ich stets Deutschland gedient und jetzt im besten Mannesalter entschieden, meiner Vaterstadt Mannheim (meine Mutter kam aus Ungarn) mehr Gehör zu verschaffen. Als Ingenieur und Offizier habe ich durch Leistung aufrichtigen Respekt erworben und werde dies auch im Landtag weiterverfolgen.

Was sind die drei wichtigsten Mannheimer Probleme, die Sie von Stuttgart aus lösen wollen?

AdUnit urban-intext2

Rheindamm: Mannheim ist zu großen Teilen Rhein und Neckar abgerungen. Das ist auf den Satellitenbildern von Katastrophenübungen gut zu erkennen, an denen ich für die Bundeswehr mitwirkte. In Anbetracht der drohenden Evakuierung Hunderttausender ist unabdingbar, dass der alte Rheindamm ertüchtigt und verteidigbar wird. Echten Naturschutz können und müssen wir andernorts bewirken.

Energie: Als industrielle Herzkammer der Kurpfalz braucht Mannheim eine sichere Energieversorgung. Das milliardenteure Großkraftwerk muss erhalten bleiben. Damit die Region nicht bei Dunkelflaute friert, Betriebe ausfallen und Bahnen stehen bleiben.

AdUnit urban-intext3

Verkehr: Unsere Stadt hat einen umfangreichen Ziel- und Quellverkehr: Vorortbewohner gehen gerne „in die Stadt“. Dort treffen sie auf Rhein- und Neckarpfälzer mit dem gleichen Ziel. Mannheimer fahren ins Umland zum Wandern, Baden, Essen usw. Derzeitige Verkehrs„entwicklungs“pläne behindern unsere freie Entfaltung, missachten unsere Mentalität und Lebensart. Im Landtag werde ich allen Plänen entgegentreten, die der Verwaltung den Weg ebnen, den innerstädtischen Verkehr zu strangulieren.

AdUnit urban-intext4

Auch die Überlebensfähigkeit der Wirtschaft hängt von einer dritten Rheinquerung im Süden ab, die Innenstadt könnte so entlastet werden. Das muss wieder auf die Tagesordnung in den Landtagen.

Was aus Ihrer Ausbildung und Ihrem Beruf hilft Ihnen in der Politik?

Als Absolvent von Technik- und Wirtschaftsfakultäten habe ich ein eher mechanistisches und systematisches Weltbild. Zu meinem beruflichen Milieu zählen Soldaten, Polizisten, Juristen, Manager und Mediziner. Da gilt es immer, sichere und funktionale Lösungen zu finden. Mich fasziniert, dass dies immer wieder interdisziplinär und vertrauensvoll gelingt. So ist mein Büro auch Partnerbetrieb für Studenten der Dualen Hochschule. Wir haben z.B. in Mannheim die sogenannte Poser-Szene in ihre Schranken verwiesen. Mein Beitrag war die Erstellung der Sachverständigengutachten, die der Polizei mehr Rechtssicherheit und den Gerichten eine materielle Grundlage verschafften: Das Ganze ist immer mehr als die Summe seiner Teile.

Achtung habe ich aber auch vor soliden Geisteswissenschaftlern, die für eine Sinnstiftung unerlässlich sind. Meine Abneigung gilt allerdings Scharlatanen und Wichtigtuern aller Fakultäten, die letztlich Wissenschaft und Politik als freien Diskurs infrage stellen.

Haben Sie eine Frage an die Landtagswahl-Kandidaten: Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! Bitte notieren Sie darin auch, an welche Kandidatin oder Kandidaten sich Ihre Frage richtet.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Meinung zu einem Thema geändert und warum?

Vor einem Jahr habe ich im Vertrauen auf unsere politische Führung Corona auf die leichte Schulter genommen. Das habe ich zu Beginn des ersten Lockdowns revidieren müssen. Seither stehe ich aus Überzeugung meinen Mann an vorderster Linie der Corona-Front.

Wofür haben Sie das letzte Mal an einer Demonstration teilgenommen?

Ich habe noch nie demonstriert. Mir sind Massenansammlungen unangenehm, besonders dann, wenn sie entgleisen, z.B. Schienen blockiert oder Ordnungskräfte, Helfer und Unbeteiligte attackiert werden.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Er hat mit dem Hitler-Attentat die Ehre und Würde Deutschlands gerettet und dafür sein Leben gegeben. Seinen Sohn Berthold, der als Kind in Sippenhaft geriet, habe ich selbst kennen- und schätzengelernt.

Worauf freuen Sie sich am meisten, sobald die Corona-Lage es wieder erlaubt?

Ich freue mich darauf, dass sich meine global verstreute Familie (Deutschland, USA, Schweden Ungarn) wieder treffen kann. Als geselliger Kurpfälzer freue ich mich außerdem, wieder mit Freunden, Kameraden und sonstigen lieben Menschen in Biergärten und Weinhütten zwanglos beisammen sein zu können.

Zu den Kandidaten-Fragebögen aus dem Wahlkreis Mannheim-Süd

Lokales Landtagswahl Baden-Württemberg 2021: Heinrich Koch (AfD)

Veröffentlicht
Laufzeit
Mehr erfahren