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Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution

Gründerin und Leiterin Julia Wege verlässt nach acht Jahren Beratungsstelle Amalie

Von 
Kai Plösser
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Julia Wege hat in der Mannheimer Neckarstadt das Projekt "Amalie" gegründet, das Frauen aus der Armutsprostitution hilft. © ZDF/Jesco Denzel

Mannheim. Nach acht Jahren verlässt Gründerin und Leiterin Julia Wege die Mannheimer Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution „Amalie“ und wechselt in die Wissenschaft. Zum 1. September wird sie sich nach Angaben des Diakonischen Werks Mannheim der RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten anschließen, wo sie eine Professur angenommen hat. "Die Zeit bei Amalie hat mir unwahrscheinlich viel gegeben, es war und ist mir ein Herzensanliegen, den Frauen, die am Rande der Gesellschaft stehen, zu helfen, auf sie aufmerksam zu machen – ihnen ein Gesicht zu geben. Von daher freue ich mich sehr über die gegebene Möglichkeit im Rahmen meiner Professur Amalie weiterhin begleiten und unterstützen zu können“, äußerte sich Wege, die als unterstützendes Mitglied des Amalie-Beirats dennoch weiterhin zur Verfügung stehen wird.

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Wege "war maßgeblich an der Umsetzung, der Etablierung der Anlaufstelle für Frauen zuständig und am Aufbau eines tragenden Netzwerks an Unterstützern, Stiftern und Spendern beteiligt“, sagte Michael Graf, Direktor des Diakonischen Werks, am Donnerstag. Sie habe es geschafft, „Menschen auf das Thema Armutsprostitution aufmerksam zu machen“ und somit für ein Tabuthema zu sensibilisieren. Wege hinterlasse ein "exzellent aufgestelltes Haus", hieß es in der Pressemitteilung weiter. 

Nun wird eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gesucht. Eine Ausschreibung soll zeitnah veröffentlicht werden. „Auch wenn es eine Herausforderung sein wird, eine geeignete Nachfolge zu finden, bin ich zuversichtlich“, so Graf.

Die Beratungsstelle Amalie berät in Mannheim Frauen, die in der Prostitution arbeiten oder aussteigen möchten.

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