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Neue Teststrategie

Gesundheitsamt Mannheim beteiligt sich an „Virusdetektiv-Studie“ der Universität Heidelberg

Von 
Kai Plösser
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Warteschlange vor dem Corona-Testzentrum auf den Kapuzinerplanken in Mannheim. © Christian Schall

Mannheim/Heidelberg. Das Gesundheitsamt in Mannheim beteiligt sich an einer Studie der Universität Heidelberg zu einer neuen Covid-Teststrategie. Diese soll eine noch effektivere Kontaktpersonennachverfolgung ermöglichen,  teilte die Stadt mit. „Die Heidelberger Teststrategie der „Virusdetektiv-Studie“ gibt uns nun ein Werkzeug an die Hand, mit dem wir mit minimalem Aufwand jedem Kontakt sowie dessen kompletten Haushalt und nicht nur den engen Kontaktpersonen ein niederschwelliges Testangebot mit einem qualitativ sehr hochwertigen Test für zuhause machen können“, erklärt die verantwortliche Abteilungsleiterin im Gesundheitsamt Mannheim, Bettina Wrede.  Die Testung bei der Kontaktverfolgung könnte dabei optimiert und Infektionsketten noch effektiver unterbunden werden.

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Beim „Virusdetektiv“ kommt eine neue Methode zur Detektion des Viren-Erbguts zum Einsatz, um den SARS-CoV-2-Erreger nachzuweisen. Das Konzept wurde am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Knop und Dr. Simon Anders in Zusammenarbeit mit dem Center for Integrative Infectious Diseases Research (CIID) des Universitätsklinikums Heidelberg und der virologischen Diagnostik entwickelt. Das Verfahren basiere auf einer Gurgelprobe mit einer Kochsalzlösung und einem Nachweis der viralen SARS-CoV-2 RNA. Medizinisches Personal und zusätzliche Ressourcen seien für die Durchführung nicht notwendig. Die Methode sei ähnlich zuverlässig wie der gängige PCR-Nachweis aus einem Rachenabstrich, jedoch sei er einfacher zu handhaben und deutlich kostengünstiger.

Mit dem in der Studie erprobten Konzept soll der Testradius bei der Kontaktnachverfolgung mit minimalem Aufwand – auch für die Kontaktpersonen eines Positiv-Getesteten – deutlich erweitert werden. „Wenn möglichst viele vom Gesundheitsamt kontaktierte Personen und deren Haushalte mitmachen und sich testen, können sie dazu beitragen, die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 selbst bei weiteren Öffnungen und dem Auftreten von neuen Mutationen möglichst niedrig zu halten“, betont Studienleiter Dr. Andreas Deckert vom Institut für Global Health am Universitätsklinikum Heidelberg. 

Das Gesundheitsamt Mannheim wird in den folgenden Wochen jede bei der Nachverfolgung ermittelte Kontaktperson telefonisch und per E-Mail nahelegen, von der Möglichkeit des Tests Gebrauch zu machen. Es wird daran appelliert, das zusätzliche Angebot möglichst vielen ihrer weiteren Kontaktpersonen und deren Familien zu unterbreiten, sodass auch diese den „Virusdetektiv" nutzen. „Denn nur so lässt sich damit ein wichtiger Zeitgewinn und Vorteil bei der Kontaktpersonennachverfolgung erzielen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

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