Corona-Regeln - Mehr als 2600 Menschen hat die Polizei am Wochenende in Mannheim und der Region kontrolliert und 370 Verstöße festgestellt / Höchstgrenze im Herzogenriedpark früh erreicht Gedränge und Poser – Bilanz des Wochenendes

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pol/afs/lok
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Region. Das Frühlingswetter hat am Wochenende in Mannheim und der Region unzählige Menschen nach draußen gezogen. In öffentlichen Parkanlagen sowie auf Wanderwegen, Spiel- und Bolzplätzen sowie an den Ufern von Rhein und Neckar war richtig viel los. Diesen Eindruck bestätigte die Polizei am Montag in einer Bilanz der vergangenen Tage. Trotz gelegentlichem Gedränge seien die Bestimmungen der Corona-Verordnung „weitestgehend eingehalten“ worden. Neben den regulären Streifen kontrollierten am Samstag und Sonntag zusätzliche 120 Beamte mehr als 2600 Personen und stellten 370 Verstöße gegen die Corona-Verordnung fest.

Beliebtes Ausflugsziel am Wochenende: der Herzogenriedpark. © Michael Ruffler
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Bereits gegen 13.45 Uhr wurden am Samstag keine weiteren Gäste in den Herzogenriedpark eingelassen, weil die maximale Besuchergrenze erreicht war. Am Sonntag sogar schon gegen 12 Uhr. Viel los war am Samstagnachmittag auch in der Neckarstadt: Am Alten Meßplatz entdeckten Polizisten eine Gruppe von rund 50 Menschen, die weder die Abstandsregeln einhielten noch eine Mund-Nase-Bedeckung trugen. Ebenfalls in der Neckarstadt musste am Sonntag ein Bolzplatz in der Nähe des Neuen Meßplatzes vorsorglich geschlossen werden. Dort hatten rund 40 junge Leute Fußball gespielt und waren beim Erblicken der Polizei schnell weggelaufen.

Am Strandbad, im Waldpark und an der Rheinpromenade in Neckarau genossen laut Polizei teilweise bis zu 1000 Menschen die frühlingshaften Temperaturen. Auch gut besucht war die Hafenpromenade im Jungbusch. Hier wurden in der Spitze rund 800 Menschen festgestellt, 300 zwischenzeitlich an der Wasserturmanlage. Die Polizei musste überall Corona-Verstöße unterbinden, tat das laut Pressemitteilung mit „gezieltem Ansprechen und offener Präsenz mit vielen Fußstreifen“. In einigen Fällen wurden allerdings die Personalien festgestellt, um Bußgelder zu verhängen.

Massenandrang auf Neckarwiese

Nachdem die Ausgangssperre in der Nacht zum Samstag aufgehoben worden war, nutzten viele Mannheimerinnen und Mannheimer auch die Abendstunden. So sehr, dass sich am Sonntagabend Anwohner der Rheinpromenade über sogenannte Poser beschwerten – die Polizei erteilte Platzverweise.

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Die Innenstädte in Mannheim und Heidelberg waren ebenfalls an beiden Tagen durchgängig stark besucht. Besonders in der Heidelberger Altstadt und auf der Alten Brücke drängten sich die Menschen zeitweise stark. Am Sonntag nahm die Zahl der Menschen an der Neckarwiese gegen 14 Uhr wieder deutlich zu. Bis zu 2000 hielten sich dort insbesondere auf den Kinderspielplätzen und am Kiosk auf – die Abstände waren deswegen nicht mehr ausreichend.

Die Polizei verstärkte nach eigener Aussage ihre Präsenz. Besucherinnen und Besucher wurden direkt angesprochen, zusätzlich wiesen Lautsprecherdurchsagen aus den Fahrzeugen auf die Einhaltung der Corona-Verordnung hin. Die Aussichtsplattform Königstuhl war schon um 13 Uhr so stark frequentiert, dass Besucherinnen und Besucher von der Polizei sogar aufgefordert wurden, den Ort zu verlassen.

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An der „alla hopp!“-Freizeitanlage in Hemsbach hielten sich am Samstagnachmittag mehr als 500 Personen, überwiegend Familien mit Kindern, auf. Polizeistreifen wiesen auch dort auf die Corona-Regeln hin. Auch andere „alla hopp!“-Anlagen in der Region waren am Sonntag gut besucht. Zum Beispiel auch in Sinsheim, wo ein Skater-Park angeschlossen ist. Weil dort gegen 13 Uhr besonders viel los war, kontrollierte der Ordnungsdienst der Stadt. Gegen 17 Uhr beendete die Polizei eine private Veranstaltung in Sinsheim. Dort hatten sich 17 Menschen aus fünf verschiedenen Haushalten getroffen – auf sie kommt jetzt ein Bußgeld zu.

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