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Kultur - Besondere Angebote in drei Häusern am Internationalen Museumstag

Freier Eintritt in drei Mannheimer Museen

Von 
Peter W. Ragge
Lesedauer: 
Modern, digital und beeindruckend: Die Stadtgeschichtliche Ausstellung im Marchivum ist erstmals Teil des Internationalen Museumstags. © Thomas Tröster

Mannheim. Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 15. Mai, bieten Reiss-Engelhorn-Museen, Technoseum und Marchivum freien Eintritt und teils besondere Veranstaltungen. Die Kunsthalle und die meisten kleineren Mannheimer Museen beteiligen sich dagegen nicht.

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Marchivum

Erstmals beim Internationalen Museumstag in dieser Form dabei ist das Marchivum mit seiner im November 2021 eröffneten Stadtgeschichtlichen Ausstellung „Typisch Mannheim!“ – ein einzigartiges multimediales Projekt, in dem man die Geschichte Mannheims auf besondere, interaktive Weise kennenlernen kann. So darf jeder sich auf einen Nachbau des ersten Autos von Carl Benz setzen und bekommt den Eindruck, wie es damals in den Quadraten aussah. Das dreidimensionale Stadtmodell zeigt, wie Mannheim über die Jahrhunderte gewachsen ist und wie es wieder zerstört wurde. Die drei Kurfürsten – Johann Wilhelm (1690-1716), Karl Philipp (1716-1742) und Karl Theodor (1742-1799) – sprechen auf amüsante Weise miteinander und rühmen sich ihrer Taten für die Stadt, man erfährt alles über Erfindungen, die Vororte, prägende Persönlichkeiten und darüber, welche Geschichten und Geschichtchen in alten Ratsprotokollen stecken.

Reiss-Engelhorn-Museen

Wie wäre es mit einem Ausflug ins Alte Ägypten, ins antike Griechenland oder ins frühe Mittelalter? Die Reiss-Engelhorn-Museen laden zu einer spannenden Zeitreise in ihren Dauerausstellungen ein. Außerdem stehen zwei Spezialführungen auf dem Programm. Um 11.30 Uhr bietet Archäologin Patricia Pfaff einen Rundgang durch die Schau „Versunkene Geschichte“ an, bei der Funde der Römer und Neckarsueben um die Zeitenwende – also um das Jahr 0 – in der Rhein-Neckar-Region im Mittelpunkt stehen. Die Spuren zeigen, dass es bereits damals ein breites Warenangebot aus vielen Kulturen gab. Um 15 Uhr heißt es „Schiff ahoi!“, Auswanderungswellen und erste Luxuskreuzfahrten bescherten Verkehrsmitteln an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert einen ungeahnten Ansturm. In dieses aufregende Kapitel taucht Kurator Andreas Krock bei seiner Führung in der von ihm zusammengestellten Ausstellung „Belle Époque“ ein. Er verrät auch, welche Kleidung im Gepäck bei langen Schifffahrten nicht fehlen durfte und wie sich die Reisenden an Bord die Zeit vertrieben.

Technoseum

Die Aktionen im Technoseum stehen im Zeichen der Ausstellung „Arbeit & Migration. Geschichten von hier“. Um 14 Uhr liest die Autorin Dayan Kodua für Kinder aus ihrem Buch „Odo“, in dem ein Mädchen aus Ghana mit seiner Mutter nach Deutschland zieht. Auch kulinarisch geht es vielfältig zu: Der Eritreische Verein zelebriert im Museum eine Kaffeezeremonie, es können orientalische Spezialitäten probiert werden, und der Eiswagen der Eismanufaktur Fontanella bietet ab 14 Uhr vor dem Haupteingang leckere Erfrischungen. Für musikalische Untermalung sorgt ein Team der Orientalischen Musikakademie. Wer möchte, kann sich einer Führung durch die Sonderausstellung anschließen oder die Schau auf eigene Faust erkunden, zum Beispiel auf ein Fahrrad steigen und sich per App in den Arbeitsalltag eines Lieferkuriers versetzen.

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Redaktion Chefreporter

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