Planetarium: Grötsch-Plan löst "Befremden" aus Förderverein will keine "Übernahme"

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Mit "Befremden und Unverständnis" reagierte jetzt der Freundeskreis des Planetariums auf die in der vergangenen Woche bekanntgewordenen Pläne Bürgermeister Michael Grötschs (CDU), das Sterntheater organisatorisch und personell an die Reiß-Engelhorn-Museen (rem) anzugliedern (wir berichteten). In einer Erklärung wendet sich der Vorstand des rund 500 Mitglieder zählenden Fördervereins, Thomas Dzur, Roswitha Henz-Best und Karl-Heinz Gerber, nachdrücklich gegen die Überlegungen des Kultur- und Wirtschaftsdezernenten, nach denen das Planetarium zu "einem Anhängsel der rem degradiert" werde.

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Das Sterntheater, "eine der erfolgreichsten und wirtschaftlichsten Kultur- und Bildungseinrichtungen der Stadt" erwirtschafte heute einen Eigenanteil an den Kosten, der dreimal so hoch liege wie bei den Museen. Aus diesem Grund bezweifelt der Förderverein auch die von rem-Direktor Professor Dr. Alfried Wieczorek in einem internen Papier angenommenen, aber nicht bezifferten "Synergie-Effekte" eines Zusammengehens der Einrichtungen. "Synergieeffekte würden bestenfalls den rem nutzen", heißt es in einer gestern veröffentlichten Erklärung des Freundeskreises. Die Museen könnten sich im Falle einer Angliederung des Planetariums des qualifizierten Personals des Sterntheaters bedienen und "das Planetariumsgebäude zweckentfremdet für 'Events' nutzen." Die Erfolge des Hauses, so Dzur, Henz-Best und Gerber in ihrem Schreiben, "beruhen nicht zuletzt auf der Selbstständigkeit des Planetariums", die "unbedingt erhalten bleiben" müsse. lang