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Berufliche Bildung - Verein Generation Ü wirbt auf Infotour um Ruheständler

„Fachwissen weitergeben“

Von 
Bertram Bähr
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An vielen Berufsschulen wächst der Mangel an Lehrkräften. Ruheständler könnten ihr Fachwissen aber an Schüler weitergeben. © dpa

Mannheim. Für die beruflichen Schulen zeichnet sich in den kommenden Jahren ein Mangel an Lehrkräften ab. Vor diesem Hintergrund wirbt der landesweit aktive Verein Generation Ü Netzwerk um Ruheständler, die Interesse haben, ihre Kenntnisse und ihr Fachwissen an Schülerinnen und Schüler zu vermitteln.

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„Es liegt nahe, die große Gemeinschaft der Üs anzusprechen und um Unterstützung zu bitten. Jetzt ist die Zeit, um jahrelang aufgebautes Wissen und Erfahrung der Üs für Wirtschaft und Gesellschaft zu erschließen“, schreibt der Verein auf seiner Webseite. Das Ü steht dabei für Personen im Ruhe- oder Vorruhestand, „die auch nach ihrer Erwerbstätigkeit sinnvolle Aufgaben in Wirtschaft und Gesellschaft angehen wollen“.

Um Mitstreiter wirbt der Verein nicht nur im Internet auf www.generation-ue.de/ und zukunft-betrifft-uns-alle.de/. Dort können sich interessierte Üs für neue Aufgaben registrieren und mehr über das Projekt, Terminplan, Partner und Generation Ü erfahren. Er rührt die Werbetrommel außerdem in Sozialen Netzwerken und bei Online-Diskussionen.

Und: Er startet demnächst eine Infotour. Dabei steuert der „Ü-Wagen“ vom 15. Juli bis in den Oktober hinein zwölf Standorte im Südwesten an. Einer davon ist der Mannheimer Marktplatz, auf dem der „Ü-Wagen“ am Mittwoch, 21. Juli, Station machen wird. Partner des Pilotprojekts ist neben dem baden-württembergischen Kultusministerium das Kolping-Bildungswerk Baden-Württemberg, das seit 2019 als Träger von Kurpfalz-Gymnasium und Realschule auch in Mannheim engagiert ist. Die Heidehof-Stiftung begleitet die Aktion als Projektförderer. Ziel der „Ü-Wagen“-Tour ist es nach den Worten des Vereins, „bis zu 200 einsatzfreudige Üs für Lehr- und Betreuungsaktivitäten zu finden“.

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Große Bandbreite

Die Zielgruppe komme „aus unterschiedlichsten Arbeitsbereichen“. Die „Üs“ seien „in der Lage, Lücken zu schließen und Schulen bei Lehraktivitäten zu verstärken“. Um Wissen weiterzugeben und junge Menschen für Studium und Beruf fit zu machen, kämen viele Ruheständler in Frage: „Das Suchprofil umfasst die gesamte Bandbreite: zum Beispiel frühere Meister, Ausbilder, Prüfer, Fachkräfte aus Industrie, Handel und Verwaltung oder aus der Gesundheitswirtschaft, natürlich auch ehemalige Lehrerinnen und Lehrer.“

Insgesamt, so der Verein in einer Pressemitteilung, erreichten in Deutschland bis Ende des Jahrzehnts mehr als 11,5 Millionen Menschen das Ruhestandsalter. Im selben Zeitraum folgten lediglich 7,5 Millionen in den Arbeitsmarkt nach. Da liege es nahe, „die große Gemeinschaft der Üs ab circa 60 Jahren“ um Unterstützung zu bitten. Jetzt sei „die Zeit, um jahrelang aufgebautes Wissen und Erfahrung für Wirtschaft und Gesellschaft zu erschließen“. Außerdem: „Wenn Berufsanfänger auf praxiserfahrene Kollegen treffen und erfolgreich zusammenarbeiten, wächst die Wertschätzung für älterer Kollegen“, ist sich der Verein sicher.

Der „Ü-Wagen“ kommt am Mittwoch, 21. Juli, zum Marktplatz

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