Serie „Fragen an die Landtagskandidatin“ - Abgeordnete Elke Zimmer geht im Wahlkreis Mannheim-Süd für die Grünen ins Rennen Elke Zimmer, Grüne, Mannheim-Süd: „Saubere Luft und weniger Lärm“

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Zu Landtagswahl Baden-Württemberg haben wir allen Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen Mannheim-Nord und Süd die Gelegenheit gegeben, sich mit Fragebögen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Die Antworten dokumentieren wir hier, für deren Inhalt sind die Kandidaten verantwortlich.

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Elke Zimmer (54) gehört seit Dezember 2016 dem Landtag an. Die Diplom-Handelslehrerin ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt seit 1990 in Neckarau.

Warum sollten die Mannheimer Sie in den Landtag wählen?

Ich bin in Mannheim schon seit über 30 Jahren zu Hause und durch meine verschiedenen Ehrenämter stark in der Stadtgesellschaft verankert. Sei es durch meinen Einsatz in unserer Kirchengemeinde, als Elternbeirätin, als Mitglied des Vorstands meiner Stadtteilbücherei oder im Mannheimer Gemeinderat. Diese unterschiedlichen Aufgaben helfen mir dabei, verschiedene Blickwinkel einzunehmen. In meinem Einsatz richte ich mich stets nach einem klaren Wertekompass, bin verlässlich und authentisch in meinem Einsatz für unsere Stadt und meine Mitmenschen.

Was sind die drei wichtigsten Mannheimer Probleme, die Sie von Stuttgart aus lösen wollen?

Elke Zimmer in der Bibliothek des Landtags. Sie nutzt das Angebot zur Recherche zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen gern. © Elke Zimmer

Ich möchte in diesem Zusammenhang lieber von Aufgaben sprechen.

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Uniklinik: Eine Aufgabe ist unser Mannheimer Uniklinikum. Ihre Zeitung hat bereits über die Fusionspläne berichtet. Es ist über Mannheims Grenzen hinaus von großer Bedeutung, den Wissenschafts- und Gesundheitsstandort Mannheim im Zusammenspiel mit der Region auszubauen. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, die großen Chancen, die sich aktuell auch mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Mannheim bieten, zu nutzen.

ÖPNV: Ein weiteres Anliegen, für das ich aktuell fachpolitisch arbeite, ist der Ausbau des Bus- und Bahnverkehrs. Saubere Luft und weniger Lärm sind für unsere Stadt zentral. Hier liegt ein riesiges Potenzial für mehr Lebensqualität in unserer Stadt, das es zu nutzen gilt und das vom Land unterstützt werden muss. Auch finanziell.

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Bildung: Das dritte Thema ist mir als Lehrerin ein Herzensanliegen: Wir müssen im Bildungsbereich davon wegkommen, dass das Geld vor allem pro Kopf an die Schulen zugewiesen wird. Wir haben einfach ganz unterschiedliche Voraussetzungen in den verschiedenen Stadtteilen. Gerade in Mannheim gibt es viele Schulen, die vor besonders großen und vielen Herausforderungen stehen. Das muss bei der Versorgung der Schulen mit Lehrkräften, aber auch mit Finanz- und Sachmitteln viel stärker berücksichtigt werden, um endlich gerechte Bildungschancen für alle Kinder zu erreichen.

Was aus Ihrer Ausbildung und Ihrem Beruf hilft Ihnen in der Politik?

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Als gelernte Bankkauffrau kann ich nicht nur Finanzpläne erstellen und lesen, auch ganz genaues Arbeiten ist mir extrem wichtig. Das ist von großem Vorteil bei der wichtigen Aufgabe der Haushaltsaufstellung eines Landeshaushaltes. Während meiner langjährigen Tätigkeit als Berufsschullehrerin in der Berufsvorbereitung habe ich tiefe Einblicke in Lebenswelten von jungen Menschen erhalten, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Haben Sie eine Frage an die Landtagswahl-Kandidaten: Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! Bitte notieren Sie darin auch, an welche Kandidatin oder Kandidaten sich Ihre Frage richtet.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Meinung zu einem Thema geändert und warum?

Wie viele von uns habe ich die Bedrohung durch das Coronavirus zu gering eingeschätzt. Ich habe zwar von Anfang an alle Hygienemaßnahmen eingehalten, aber wie groß die Bedeutung des Abstandhaltens und des Tragens von medizinischen Masken bei der Bekämpfung dieses Virus ist, habe ich unterschätzt. Da habe ich meine Meinung ganz klar geändert.

Wofür haben Sie das letzte Mal an einer Demonstration teilgenommen?

Meine letzte Teilnahme an einer Demonstration war am 22. Januar. Die Deutsche Friedensgesellschaft Mannheim lud anlässlich des Inkrafttretens des Verbots von Atomwaffen zu einer Kundgebung. Eine Welt, in der Menschen Konflikte gewaltfrei lösen, das ist der Traum, den ich in meinem Grußwort in den Mittelpunkt stellte.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Mich haben schon immer Menschen beeindruckt, die sich mutig für ihre Überzeugungen eingesetzt haben und, bei allen Anfeindungen, die sie erleiden mussten, ihre Menschenliebe nicht verloren haben. Hier denke ich an Menschen wie Dietrich Bonhoeffer und Nelson Mandela. Bei Mandela beeindruckt mich insbesondere sein Mut und sein Einsatz für gewaltfreie Konfliktlösung, für soziale Gerechtigkeit und gegen Rassismus.

Worauf freuen Sie sich am meisten, sobald die Corona-Lage es wieder erlaubt?

Mir fehlen am meisten die engen Kontakte und das unbeschwerte Zusammensein. Ich freue mich darum am meisten auf einen gemütlichen Spieleabend und ein schönes gemeinsames Essen mit guten Freunden.

Zu den Kandidaten-Fragebögen aus dem Wahlkreis Mannheim-Süd

Lokales Landtagswahl Baden-Württemberg 2021: Elke Zimmer (Grüne)

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