Krankenhaus-Fusion - Der Betriebsrat des Klinikums begrüßt ebenso wie die Geschäftsführer, der Dekan und der Oberbürgermeister den Kabinettsbeschluss „Ein wichtiges Signal zur Standortsicherung“

Von 
Steffen Mack
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Ralf Heller, Betriebsratsvorsitzender des Klinikums. © Thomas Tröster

Mannheim. Solch einhellige Freude lösen Beschlüsse aus Stuttgart in Mannheim nicht immer aus. Auf „MM“-Anfrage begrüßen sowohl der Oberbürgermeister als auch die Spitzen sowie der Betriebsrat der Universitätsmedizin, dass die gewünschte Fusion des Klinikums mit dem in Heidelberg nun fürs Erste grünes Licht von der Landesregierung hat.

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Peter Kurz: Den Beschluss, die Umsetzung der Pläne vertieft zu prüfen, nennt der Oberbürgermeister „ein wichtiges Signal, dass das Land das Potenzial der Region erkannt hat und sich nun dezidiert mit der Ausgestaltung der Fusion der beiden Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim befasst“. Die Vorbereitung dieses für Baden-Württemberg einzigartigen Projekts könne nun weiter fortgesetzt werden. Damit würde der Südwesten „in die Lage versetzt, sich zu einem internationalen Hotspot der Gesundheitsforschung und der Gesundheitswirtschaft zu entwickeln“.

Hans-Jürgen Hennes und Freddy Bergmann: Auch die Geschäftsführer des Klinikums „begrüßen die Entscheidung der Landesregierung sehr, das gemeinsam mit unseren Partnern in der Region entwickelte Konzept jetzt vertieft zu prüfen“. Damit könne nicht nur in der Rhein-Neckar-Region eine Gesundheitsversorgung auf internationalem Spitzenniveau gesichert werden. Es würden überdies gezielt die Innovations- und Wachstumspotenziale der Gesundheitswirtschaft für die Zukunft des Landes gestärkt.

Sergij Goerdt: Der Dekan der Universitätsmedizin Mannheim spricht ebenfalls von einem sehr positiven Zeichen des Landes. Die geplante Bildung der „Heidelberg-Mannheim Health and Live Science Alliance“ stelle für Baden-Württemberg „eine einzigartige Chance dar, die Gesundheitsforschung und Gesundheitswirtschaft neben der Automobilbranche als neue Leitindustrie zu exponieren“. Dieses Ziel könne nur durch einen Ausbau beider Standorte und einen starken Campus Mannheim erreicht werden.

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Ralf Heller: Auch der Betriebsratsvorsitzende des Klinikums begrüßt die Entscheidung des Stuttgarter Kabinetts als „wichtiges Signal zur Standort- und Beschäftigungssicherung. Das Land war und ist allerdings gefordert, unser Haus stärker als bisher zu unterstützen, schließlich sind wir bereits seit 20 Jahren Universitätsklinikum.“ Dem Betriebsrat wäre es laut Heller zwar lieber, Mannheim zu einem selbstständigen, fünften Uniklinikum im Südwesten zu machen. Aber einer Fusion mit Heidelberg stehe man nicht im Wege. Die Beschäftigten und ihre Vertretungen müssten indes an dem Prozess auf Augenhöhe umfassend beteiligt werden.

Heller freut es zudem, dass unabhängig von der Fusion der Klinikum-Großumbau „Neue Mitte“ als existenziell angesehen werde – „und jetzt sehr schnell umgesetzt werden muss“. Dies würde sich auch positiv auf die Betriebskosten auswirken. Allerdings trete man „vehement dem Eindruck entgegen, es ginge vor allem darum, ein in wirtschaftliche Schieflage geratenes Universitätsklinikum Mannheim zu retten“.

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Peter Reinhardt
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Redaktion Steffen Mack schreibt als Reporter über Mannheimer Themen