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Katholiken - Hansheinrich Beha in Festgottesdienst mit der Münstermedaille der Erzdiözese Freiburg ausgezeichnet

Ein Urgestein der Kirche

Von 
Peter W. Ragge
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Hansheinrich Beha (l.) hat von Stadtdekan Karl Jung die vom Erzbischof verliehene Münstermedaille erhalten. © Thomas Tröster

Menschen wie Hansheinrich Beha machen „die Kirche zu einer lebendigen Hoffnungsgemeinschaft“. Mit diesen Worten würdigte Stadtdekan Karl Jung den Vorsitzenden des Dekanatsrates. Im Auftrag des Freiburger Erzbischofs Stephan Burger überreichte er dem 75-Jährigen bei einem Festgottesdienst in der – unter Corona-Bedingungen – voll besetzten Jesuitenkirche die Münstermedaille, die höchste Ehrung der Erzdiözese Freiburg.

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„Ein wenig verlegen“ mache ihn das, gestand der pensionierte Studiendirektor, es erfülle in „aber auch ein wenig mit Stolz und Genugtuung“, dass sein langjähriges Engagement so belohnt werde. Möglich seien all seine Erfolge aber nicht allein, betonte Beha und dankte seinen Wegbegleitern und der Familie, besonders aber auch Dekan Jung. Nun sei es aber auch bald an der Zeit, „etwas loszulassen“, kündigte er mit Blick auf seine vielen Funktionen an.

Zuvor hatte Jung in seiner Laudatio gerätselt, ob Beha überhaupt noch genug Zeit zum Essen bleibe. „Ich kann mir gut vorstellen, dass da ein Termin den anderen jagt“, so der Stadtdekan. Er bezeichnete Beha als „Urgestein der Stadtkirche“, der die Kraft für sein Engagement bei seiner Frau – die Bundesvorsitzende der DJK ist – sowie bei der Familie, aber auch immer im Gebet finde.

„Auf harte Probe gestellt“

So gehört Beha seit über 40 Jahren dem Pfarrgemeinderat von St. Pius Neuostheim, dem Stiftungsrat und dem Bauausschuss an. Allein der habe in den vergangenen acht Jahren über 100 mal getagt, verriet Jung, „aber da wird auch Großes entstehen“, verwies er auf das von Beha mit initiierte Ökumenische Zentrum in Neuostheim. Als Vorsitzender des Dekanatsrates sei Beha nicht nur oberster Vertreter der katholischen Laien in Mannheim, sondern zugleich enger Berater für ihn als Dekan und ein wichtiger Wegbereiter für die Reform der Stadtkirche.

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Teil des, so Jung, „großartigen Engagements“, das komplett ehrenamtlich erfolge, sei die Mitgliedschaft in vielen Gremien, von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen bis zum Forum der Religionen, als Ritter vom Heiligen Grab sowie als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Erwachsenenverbände im Bereich der Erzdiözese. Besonders hob der Dekan den Einsatz von Beha für den katholischen Sportverband DJK hervor, den er vor 37 Jahren in Neuostheim mitgründete und für den er auf Stadt- und Diözesanebene Verantwortung trägt.

Schließlich erreiche der katholische Sportverband viele Menschen, die keine enge Bindung an die Kirche hätten. Ohnehin müsse die Kirche „in Zukunft noch mehr den Dialog mit anderen gesellschaftlichen Bereichen suchen“, forderte der Dekan – ob Sport, Kultur oder Politik. Dabei habe sich Beha bereits als, wie er sagte, „Brückenbauer“ bewährt und stets Treue zur Kirche bewiesen, „wenn die auch manchmal auf eine harte Probe gestellt wird“, lobte Jung und bekräftigte: „Die Kirche muss sich ändern – dabei brauchen wir Menschen wie Hansheinrich Beha“.

Zu Beginn des von Tobias Breitner (Orgel), Falk Zimmermann (Trompete) und Peter Lingg (Kantor) mitgestalteten Festgottesdienstes hatte der Dekan der Opfer der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gedacht. Er rief auf zum Gebet für die trauernden Menschen und alle, die noch Angst um Angehörige haben, aber auch für „die Rettungskräfte, die unermüdlich arbeiten“. Nach dem „menschengemachten Klimawandel“, so mahnte er, stellt sich die Frage nach unserem Lebensstil!“

Redaktion Chefreporter

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