Schwetzingerstadt - Verkehrsverbindung zwischen Heinrich-von-Stephan- und Reichskanzler-Müller-Straße wird zurzeit gebaut „Durchstich“ am Postgelände in der Schwetzingerstadt nach fast 20 Jahren

Von 
Anke Philipp
Lesedauer: 
Laufende Bauarbeiten für den Durchstich zur Reichskanzler-Müller-Straße auf dem Postquadrat. © Thomas Tröster

Mannheim. Darauf haben die Bezirksbeiräte in der Schwetzingerstadt lange gewartet: Die Firma Eyemaxx Real Estate Group, einer der Grundstückseigentümer auf dem Postquadrat, hat damit begonnen, die „Heinrich-von-Stephan-Straße herzustellen“. Gemeint ist damit der Durchstich (das heißt, die Verbindung über das ehemalige Postgelände zur Reichskanzler-Müller-Straße), der im Stadtteil jahrzehntelang gefordert wurde, um die teils chaotischen Verkehrsverhältnisse am Bahnhof zu entschärfen. „Die Straße wird voraussichtlich Ende erstes Quartal 2021/Anfang zweites Quartal 2021 fertig“, heißt es auf Anfrage aus dem Rathaus.

Langer Atem nötig

AdUnit urban-intext1

„Bürgerschaft und Bezirksbeirat haben sich 20 Jahre beharrlich für den Durchstich auf die Reichskanzler-Müller-Straße eingesetzt, um die Verkehrsanbindung des Hauptbahnhofs zu verbessern“, erinnert sich der SPD-Landtagsabgeordnete Boris Weirauch an seine politischen Anfänge im Bezirksbeirat der Schwetzingerstadt. Dass es jetzt nach so langer Zeit geklappt habe, belege einmal mehr, dass man in der Kommunalpolitik einen langen Atem haben müsse, freut sich Weirauch über die gute Nachricht. Zur Erinnerung: Am Hauptbahnhof funktionierte lange nichts wirklich gut. Stadtbahn, Taxis, Radler, Fußgänger, parkende Autos, Motorräder, dazu täglich Busse und zusätzliche Frequenz durch das neue Stadtquartier auf dem Lindenhof sowie die Großbaustelle: Das Chaos dort hätte nicht größer sein können und beschäftigte Kommunalpolitiker jahrzehntelang. Immer wieder gab es Vor-Ort-Besichtigungen mit Experten und neue Vorschläge. Doch: Trotz jahrelangen Lamentierens in der Sache, kam man keinen Deut weiter.

Erst mit der Eröffnung der verlängerten Keplerstraße im Zuge der Entwicklung des gesamten Postgeländes am Hauptbahnhof wurde ein Schritt zur Auflösung des Gedrängels gemacht. Tattersall- und Heinrich-Lanz-Straße konnten endlich weiter vom Verkehr entlastet werden. Die Busse, so der ursprüngliche Plan, sollten sich neue Wege bahnen und künftig eventuell Richtung Süden über die verlängerte Heinrich-von Stephan-Straße zur Reichskanzler-Müller-Straße rollen. Alle neuen Verkehrsverbindungen waren bei den Grundstücksverhandlungen Bestandteil städtebaulicher Verträge mit den jeweiligen Investoren. Die Firma Eyemaxx Real Estate Group übernahm den Bau der Straße.

Keine Änderungen

Der sogenannte Durchstich wird also endlich realisiert. Den Bushalt hatte man beim Neubau extra so konzipiert, dass künftig auch eine Zufahrt von der anderen Seite über das ehemalige Postgelände möglich wäre. Derzeit seien aber erst mal keine geänderten Verkehrsführungen vorgesehen, so Rathaussprecher Kevin Ittemann.

Redaktion Mitglied der Lokalredation, seit 1991 zuständig für den Bereich Mannheim-Mitte mit den Stadtteilen Innenstadt, Jungbusch, Neckarstadt-West und-Ost, Schwetzingerstadt, Oststadt, Neuostheim und Neuhermsheim.