Wetter DLRG warnt vor zugefrorenen Seen

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pwr
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Mannheim. Vor zu dünnem Eis auf Seen und zugefrorenen Flüssen warnt die Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Auch wenn es bei Sonnenschein und Schneefall verlockend aussehe, seien die Flächen „lebensgefährlich“, so Thorsten Großstück, Leiter Einsatz der DLRG Mannheim. Erst am Freitagmorgen ist ein Spaziergänger im Überschwemmungsgebiet am Ende der Schwarzwaldstraße durch eine Eisfläche eingebrochen. Er steckte bis zur Hüfte im Wasser, musste durch die von Zeugen verständigte Feuerwehr gerettet und wegen Verdachts der Unterkühlung in eine Klinik gebracht werden.

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„Ein zugefrorenes Gewässer sollte immer erst dann betreten werden, wenn es offiziell dafür freigegeben ist“, so Großstück – und das ist derzeit in Mannheim kein See und auch keine der durch Hochwasser gefrorenen Gebiete. „Die Eisdecke ist zwar oft schon mehrere Zentimeter dick, dennoch können Lufteinschlüsse oder wärmere Strömungen unter der Eisdecke die Stabilität des Eises erheblich verringern“, warnt der DLRG-Experte. „Knackt das Eis, sollte man sich sofort flach auf den Bauch legen und vorsichtig in Richtung Ufer rutschen“, so Großstück. Zeugen sollten sich der Einbruchstelle nur sehr vorsichtig nähern, sofort den Notruf 1112 wählen und versuchen, per Schal oder Abschleppseil aus dem Auto der Person zu helfen. Die ehrenamtlichen Helfer trainieren, je nach Wetter, am Wochenende selbst die schnelle und sichere Rettung aus dem Eis sowohl vom Land aus mit Rettungsgeräten als auch die Suche mit Tauchern unter der gefrorenen Schicht. 

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