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Universität

Das Schlossfest schrumpft

Das Schlossfest Mannheim, traditionell die erste von vielen Mannheimer Großveranstaltungen nach den Sommerferien, findet dieses Jahr mit einem veränderten Konzept und unter anderen Namen statt.

Von 
Peter W. Ragge
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Nur in den Innenhöfen des Ostflügels – wie hier im Rektoratshof – steigt das Schlossfest, nicht mehr im Ehrenhof. © Markus Prosswitz

Besser kleiner als gar nicht, dachten sie sich im Schloss. Daher findet das Schlossfest, traditionell die erste von vielen Mannheimer Großveranstaltungen nach den Sommerferien, mit einem veränderten Konzept und mit einem anderen Namen statt. Der Titel „Uni-Schlossfest“ soll zeigen, dass das Fest am Samstag, 10. September, nach zwei Jahren Corona-Pause zwar an das frühere Konzept anknüpfen will, aber anders und kleiner als gewohnt stattfinden wird.

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Das Schlossfest trat 2003 an die Stelle des einstigen Rektorballs sowie der früher eher förmlichen Begrüßung der Erstsemester. Stattdessen lud die Universität zusammen mit der Stadt und zahlreichen Kultureinrichtungen Studienanfänger, Eltern und alle Bürger ein, gemeinsam den Auftakt des Semesters im Schloss zu feiern. Zugleich sollten die Studenten die ganze Vielfalt der Mannheimer Kulturszene kennenlernen. Auf mehreren Bühnen erwartete die Besucher stets eine abwechslungsreiche Mischung aus Kunst, Musik und Comedy. Das zog zuletzt durchschnittlich 15 000 Besucher an. Dann kam Corona – und damit zwei Jahre Unterbrechung.

Ehrenhof und Bühne fallen weg

„Wir wollten es auf jeden Fall wieder machen, aber nicht in der alten Größenordnung“, sagt Betty Kübe, Geschäftsführerin der Universität Mannheim Service und Marketing GmbH und Hauptorganisatorin des Schlossfests. Schließlich bringe Corona weiter große Planungsunsicherheit mit sich, so dass unklar sei, ob und in welchen Umfang derartige Großveranstaltungen im September möglich seien und auch vom Publikum angenommen werden.

Schon 2019 war Kübes Unternehmen ohnehin auf einem Defizit sitzengeblieben, weil wegen enorm schlechten Wetters viel weniger Leute kamen. Die Organisatoren erwirtschafteten die Kosten für das Fest – wie etwa den Bühnenbau und Künstlerhonorare –, für das bislang kein Eintritt erhoben wurde, allein aus Gastronomie-Einnahmen und Sponsoring. Doch die Kosten steigen. Für dieses Jahr hat sich Kübe „schweren Herzens“, wie sie sagt, daher entschlossen, Eintritt zu verlangen – wenn auch nur fünf Euro. „Wir brauchen einfach einen zusätzlichen Beitrag zur Kostendeckung“, erklärt sie. Schließlich werde es nur eine deutlich kleinere Besucherzahl geben können.

Auch die Dimension ist kleiner: Der Ehrenhof und die dortige große Bühne fallen weg, auch die Beteiligung des Schlossmuseums der Staatlichen Schlösser und Gärten sowie der Alt-Katholiken mit der Schlosskirche – sonst zwei Anziehungspunkte. „Wir bekommen die Übergänge nicht hin, denn wir müssen uns allein auf den Ostflügel begrenzen“, erklärt Kübe.

„Schatzkistl“ und Capitol werden die Aula, der Jazzclub „Ella & Loius“ den Fuchs Petrolub-Hörsaal, der AStA den Hörsaal SO 108 mit Poetry Slam bespielen. Im Rektoratshof sollen junge Mannheimer Bands spielen, im Wirtschaftshof gibt es Essen und Trinken und im Schneckenhof zunächst die Erstsemesterbegrüßung und dann die nächtliche Party. Das Nationaltheater ist, da die Spielzeit erst montags beginnt, an dem Samstag gar nicht dabei.

Beibehalten wird aber das Wissenschaftsprogramm – im „Science Marathon“ geben Professoren in Kurzvorlesungen von 20 Minuten Einblicke in ihre Arbeit. Auch Kunstausstellungen sind geplant.

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