Sandhofen: Fünf Jahre nach dem Brand baut der WSV sein neues Vereinsheim - und erhält einen Athletenpavillon dazu Das neue Bootshaus bietet bald Terrassenblick

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Corinna Schmitt

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Von der großen Terrasse aus schweift der Blick über den Rhein, Zuschauer haben freie Sicht auf die gesamte Rennstrecke. Kurz bevor sich der Brand beim Wassersportverein (WSV) Sandhofen - am 7. Mai - zum fünften Mal jährt, beginnt der WSV mit dem Bau des neuen Bootshauses. Wenige Meter entfernt soll in den kommenden Monaten außerdem ein Athletenpavillon entstehen. Rund 1,2 Millionen Euro kosten die beiden Projekte zusammen.

Den Verlust in der Brand-Nacht scheint der Vorstand noch immer nicht verschmerzt zu haben. Etliche Boote gingen in Flammen auf, nicht alle waren versichert. "Den Bestand von damals haben wir bis heute nicht erreicht", sagt der Vorsitzende, Gerd Riffel, obwohl von vielen Seiten Hilfe kam. Einige Vereine schickten sogar Sachspenden.

Durststrecke geht zu Ende

Nun schaut Riffel mit seinem Team nach vorne: Das Projekt, gleich zwei Gebäude neu zu errichten, ist nicht eben klein. Das Bootshaus des Vereins und der Athletenpavillon des Verbands entstehen fast gleichzeitig und sehen ganz ähnlich aus, weil auf diese Weise enorme Kosten gespart werden können. Finanziell zu leisten ist das Ganze über die Versicherungssumme für das abgebrannte Bootshaus und über Zuschüsse.

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Bisher mussten die Kanuten während intensiver Trainings am Landesleistungszentrum in Containern und Wohnwagen schlafen - alles andere als optimal. "Endlich können wir unsere Topsportler standesgemäß unterbringen", sagt Riffel.

Die Durststrecke - auch ohne Vereinsgebäude - geht nun zu Ende. Vor allem funktional werden beide Bauten. Einziger Luxus ist die Terrasse mit 120 Quadratmetern, die nicht nur gute Sicht bietet, sondern auch den Eingang überdacht - darunter können Boote gewaschen und repariert werden, ehe sie wieder verstaut werden.