Pandemie

Coronavirus: Mannheim meldet weiteren Todesfall und Höchstwert an Neuinfektionen

Von 
Steffen Mack und Michael Ströbel
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Laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises ist erstmals in der Region die Südafrika-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Sie gilt als noch infektiöser als das Stammvirus. Vier Personen, die in Zusammenhang stehen, sind infiziert. © dpa

Mannheim. Das Gesundheitsamt der Stadt Mannheim hat am Dienstag den 30. Todesfall in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Wie die Behörde mitteilte, handelt es sich dabei um einen über 80 Jahre alten Mann. Er sei in einem Mannheimer Krankenhaus gestorben.

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Darüber hinaus meldet das Gesundheitsamt 140 weitere positiv auf Covid-19 getestete Personen. Insgesamt haben sich in der Quadratestadt damit 3713 Menschen angesteckt. 2317 von ihnen gelten inzwischen wieder als genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit bei 223,7 neuen Fällen je 100.000 Einwohner. Damit beziffert die Behörde die Zahl der noch akuten Fälle auf 1366.

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Wie die Stadt Mannheim weiter mitteilt, stamme die „Mehrzahl der positiven Fälle stammt von Infektionen im direkten Kontakt, also engen Kontaktpersonen von bereits positiv gemeldeten Fällen, die sich auch schon in Quarantäne befinden. Dabei sind in den letzten Tagen zunehmend auch Cluster (Anhäufung von Fällen in bestimmten Gruppen z.B. Betrieb, Familien und Heime, etc.) zu beobachten.“

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Nach den Worten von Amtsleiter Peter Schäfer im Hauptausschuss sprechen die neuen Zahlen „ganz sicher nicht für ein gebremstes Infektionsgeschehen“ in Mannheim. Auch Oberbürgermeister Peter Kurz sagte, entsprechende mit dem jüngsten Lockdown auf Bundesebene verbundene Hoffnungen hätten sich bisher hier leider nicht erfüllt. Während deutschlandweit bei der Entwicklung der Pandemie eher eine „Seitwärtsbewegung“ erkennbar sei, gebe es in der Quadratestadt seit einigen Tagen wieder eine dynamische Steigerung der Zahlen. 

Kurz verwies auch auf die nicht minder dramatische Situation auf linken Rheinseite, konkret gemeint sein dürften Ludwigshafen und Speyer. Der Mannheimer Oberbürgermeister kündigte Gespräche mit anderen Verantwortlichen darüber an, ob in der Region vielleicht eine länderübergreifend „Hotspot-Strategie“ sinnvoll sei. Dies werde aber einige Zeit beanspruchen. Es mache wohl auch Sinn, vor der möglichen Verhängung konkreter Maßnahmen erst die Gespräche zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten in der kommenden Woche abzuwarten.

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Redaktion Steffen Mack schreibt als Reporter über Mannheimer Themen

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