Serie „Fragen an die Landtagskandidatin“ - Christiane Fuchs will den Mannheimer Süden in Stuttgart vertreten Christiane Fuchs, Freie Wähler, Mannheim-Süd: „Wir brauchen mehr Geld für Infrastruktur“

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Christiane Fuchs ist Designerin und Maßschneidemeisterin. © Christiane Fuchs

Zu Landtagswahl Baden-Württemberg haben wir allen Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen Mannheim-Nord und Süd die Gelegenheit gegeben, sich mit Fragebögen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Die Antworten dokumentieren wir hier, für deren Inhalt sind die Kandidaten verantwortlich.

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Die 51-jährige Christiane Fuchs tritt bei der Landtagswahl am 14. März im südlichen Mannheimer Wahlkreis für die Freien Wähler an. Die selbstständige Designerin und Maßschneidermeisterin lebt in der Schwetzingerstadt.

Warum sollten die Mannheimer Sie in den Landtag wählen?

Die Freien Wähler sind unabhängig, ohne übergestülpte Ideologie. Es ist an der Zeit für mehr bürgernahe Politik. Mannheim liegt zudem ganz am Rande Baden-Württembergs und wird in Stuttgart auch so behandelt. Ich werde mich dafür starkmachen, dass Mannheim stärker in den Fokus rückt und die Kommunen nicht vergessen werden.

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Was sind die drei wichtigsten Mannheimer Probleme, die Sie von Stuttgart aus lösen wollen?

Lokales Landtagswahl Baden-Württemberg 2021: Christiane Fuchs (Freie Wähler)

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Infrastruktur: Wir brauchen mehr Geld für unsere Infrastruktur. An Straßen, Schulen und öffentlichen Einrichtungen nagt der Zahn der Zeit, wir müssen den Verfall stoppen, das Verkehrschaos in der gesamten Metropolregion besser in den Griff bekommen. Egal in welchem Stadtteil Sie leben, die Lebensbedingungen der Nahversorgung, zum Beispiel Kita, Schulen, Sportstätten und Seniorentreffs, sollten überall gleichwertig gut sein.

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Wirtschaft: Durch Corona ist unsere Mannheim-typische Leistungsstärke und Vielfalt bedroht. Ich will daran mitarbeiten, dass Unternehmen, Soloselbstständige und Kulturschaffende hier bestmögliche Bedingungen zum Überleben bekommen – für eine starke Wirtschaft, eine lebendige Innenstadt sowie Stadtteile und um Arbeitsplätze zu sichern.

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Soziales: Auch der Zusammenhalt unserer Gesellschaft muss gestützt werden. Vereine, soziale Träger und Stadtteil-Initiativen übernehmen wichtige Aufgaben für das Allgemeinwohl. Corona bedroht diese gewachsenen Strukturen in ihrer Existenz. Das Land muss stärker helfen, die Stadt kann finanziell nicht alles stemmen. Polizei und Justiz, die unsere Gesellschaft schützen, brauchen personelle Verstärkung und bessere Ausstattung.

Was aus Ihrer Ausbildung und Beruf hilft Ihnen in der Politik?

Ich habe mich vor 20 Jahren in Mannheim mit einem eigenen Handwerksbetrieb selbstständig gemacht und mich im lokalen Gewerbeverein, der ADG, engagiert und für zehn Jahre auch den Vorsitz übernommen. Das hat meinen Blick geschärft für die Sorgen und Nöte insbesondere der Kleinbetriebe und Soloselbstständigen. Und das war auch der Antrieb, warum ich mich heute politisch engagiere. Seit fast zwei Jahrzehnten bilde ich Azubis im Handwerk aus, war stellvertretende Prüfungsvorsitzende im Maßschneiderhandwerk und Dozentin an einer berufsbildenden Schule. Ich stehe absolut hinter unserem praxisnahen, dualen Ausbildungssystem.

Haben Sie eine Frage an die Landtagswahl-Kandidaten: Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! Bitte notieren Sie darin auch, an welche Kandidatin oder Kandidaten sich Ihre Frage richtet.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Meinung zu einem Thema geändert und warum?

Den Lockdown light von November empfand ich zunächst als angemessen. Besser wären striktere Maßnahmen gewesen, aber hinterher ist man bekanntlich immer klüger.

Wofür haben Sie zuletzt an einer Demonstration teilgenommen?

Das war an der Mahnwache für den Erhalt der Feudenheimer Au im Oktober 2020. Mannheim besitzt 16 Landschaftsschutzgebiete, für die ich mich weiter aktiv einsetzen möchte.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Amelia Earhart – sie hat als erste Frau den Atlantik in einem Alleinflug überquert und ist dafür eingetreten, dass Frauen ihre Zulassung an technischen Hochschulen bekamen und in technischen Berufen Fuß fassen konnten. Eine Kämpferin und das beste Beispiel dafür, dass es sich lohnt, einen unbequemen Weg zu gehen, für die eigenen Überzeugungen einzustehen und sich treu zu bleiben.

Worauf freuen Sie sich am meisten, sobald die Corona-Lage es wieder erlaubt?

Wenn die Lage sich dauerhaft bessert, wird dies unserer Gesellschaft einen immensen positiven Auftrieb geben, das wäre schon Freude genug. Privat freue ich mich auf den ersten Kaffee mit Freunden, notfalls auch im Freien, Familie treffen, mit meinem Partner gemeinsam ein Konzert besuchen. Und natürlich auf die politische Arbeit und den Austausch Face to Face. Wenn es 2022 möglich ist, werde ich Fasnacht ganz ausgiebig feiern.

Zu den Kandidaten-Fragebögen aus dem Wahlkreis Mannheim-Süd