Serie Landtagswahl - Der Sozialdemokrat Boris Weirauch kandidiert erneut im Süden / Echte Wahlfreiheit zwischen G 8 und G 9 Boris Weirauch, SPD, Mannheim-Süd: „Bildung muss für alle zugänglich sein“

Lesedauer: 

Zu Landtagswahl Baden-Württemberg haben wir allen Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen Mannheim-Nord und Süd die Gelegenheit gegeben, sich mit Fragebögen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Die Antworten dokumentieren wir hier, für deren Inhalt sind die Kandidaten verantwortlich.

Boris Weirauch am Rednerpult im Stuttgarter Landtag, dem er seit fünf Jahren angehört. © Boris Weirauch
AdUnit urban-intext1

Boris Weirauch tritt für die SPD wieder im südlichen Mannheimer Wahlkreis an. Der Landtagsabgeordnete und frühere Rechtsanwalt ist 44 Jahre alt, verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Feudenheim.

Lokales Landtagswahl Baden-Württemberg 2021: Boris Weirauch (SPD)

Veröffentlicht
Laufzeit
Mehr erfahren

Warum sollten die Mannheimer Sie in den Landtag wählen?

Mir war es in den vergangenen Jahren als Abgeordneter wichtig, den Menschen aus meinem Wahlkreis im Landtag eine starke Stimme zu geben und vor Ort präsent zu sein. Oftmals sind es auch die vermeintlich kleinen Dinge und Ungerechtigkeiten, die die Menschen umtreiben und bei denen sie sich mit der Bitte um Unterstützung an mich wenden. Ich habe auch deshalb von der Möglichkeit parlamentarischer Anfragen reichlich Gebrauch gemacht, um Mannheimer Themen gegenüber der Landesregierung zur Sprache zur bringen, etwa eine bessere Notarztversorgung, mehr Lärmschutz oder Fragen der Inneren Sicherheit. Diese Arbeit möchte ich gerne fortsetzen und bitte daher erneut um das Vertrauen der Menschen in meinem Wahlkreis.

Was sind die drei wichtigsten Mannheimer Probleme, die Sie von Stuttgart aus lösen wollen?

Der wirtschaftliche Wandel stellt auch Mannheim als traditionelle Industrie- und Arbeiterstadt vor große Herausforderungen. Ich mache mich stark für eine strategische Industrie- und Strukturpolitik einhergehend mit Investitionen in neue Technologien, nicht zuletzt um Arbeitsplätze zu sichern. Das sage ich auch als Abgeordneter in einer Stadt, die seit Jahren leidvoll erfahren muss, was Standortschließungen bedeuten. Zudem muss Bildung für alle unabhängig von der sozialen Herkunft zugänglich sein. Deshalb setze ich mich für den Ausbau der frühkindlichen Bildung und der Ganztagsbetreuung sowie für gebührenfreie Kitas ein, um auch Familien finanziell stärker zu entlasten. Dazu gehört auch, dass es in Mannheim wieder einen staatlichen G 9-Zug, d. h. ohne Schulgeld, und damit eine echte Wahlfreiheit zwischen G 8 und G 9 geben muss. Nach dem Willen der grün-schwarzen Landesregierung sollen der Sanierung des Mannheimer Rheindamms weit mehr als 1000 Bäume zum Opfer fallen. Ich werde mich weiter an der Seite der Bürgerinitiativen dafür einsetzen, dass eine in den Damm eingelassene Hochwasserschutzwand ernsthaft als Alternative ins Auge gefasst wird, da andernfalls die Natur im Waldpark unwiederbringlich zerstört werden würde. Eine solche Lösung schützt Menschen, Natur und Klima gleichermaßen.

Was aus Ihrer Ausbildung und Ihrem Beruf hilft Ihnen in der Politik?

AdUnit urban-intext2

Meine langjährige Berufserfahrung als Rechtsanwalt verschafft mir die Möglichkeit, rechtlich schwierige Fragestellungen selbst und auf Augenhöhe mit Landesregierung oder Stadtverwaltung beurteilen zu können, wie etwa im Rahmen meiner Tätigkeit als parlamentarischer Berichterstatter der Petition „Gegen Grillrauch“ in der Innenstadt oder bei meinem Einsatz für mehr Lärmschutz in unseren Stadtteilen.

Haben Sie eine Frage an die Landtagswahl-Kandidaten: Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! Bitte notieren Sie darin auch, an welche Kandidatin oder Kandidaten sich Ihre Frage richtet.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Meinung zu einem Thema geändert und warum?

AdUnit urban-intext3

Meine Erfahrung zeigt, dass man Meinungsverschiedenheiten am besten dadurch lösen kann, indem man aufeinander zugeht und kompromissbereit ist, auch wenn das nicht immer einfach ist. Das gilt im Privaten und in der Politik gleichermaßen. Wer mit dem Kopf durch die Wand will, scheitert meist auf ganzer Linie.

Wofür haben Sie das letzte Mal an einer Demonstration teilgenommen?

AdUnit urban-intext4

Ich habe an der Mahnwache für die Opfer des rechtsextremistischen Terroranschlags in Hanau auf dem Mannheimer Marktplatz teilgenommen. Die Anschläge von Hanau und Halle haben einmal mehr gezeigt, dass Staat und Gesellschaft viel konsequenter gegen Hass, Rassismus und Ausgrenzung vorgehen müssen.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Ich habe in den vergangenen 20 Jahren als Bezirksbeirat, Stadtrat und Abgeordneter viele Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen kennengelernt, die mich durch ihren Einsatz und ihr Engagement beeindruckt haben. Das hat mich geprägt und leitet mich bei politischen Entscheidungen.

Worauf freuen Sie sich am meisten, sobald die Corona-Lage es wieder erlaubt?

Als Familienvater erlebe ich jeden Tag, was Corona Familien, insbesondere Kindern und Jugendlichen abverlangt. Ich sehne den Tag herbei, an dem alle wieder unbefangen in die Kita oder Schule gehen, sich mit Freunden treffen und wieder in ihren Vereinen aktiv sein können.

Zu den Kandidaten-Fragebögen aus dem Wahlkreis Mannheim-Süd