Feudenheimer Au - Arbeiten an Grundwasser-Messstelle dauern bis Montag Bohrung bis auf 29 Meter Tiefe

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29 Meter tief bohren die Männer von Krahl-Brunnenbau für die Grundwasser-Messstelle in der Au. © Thorsten Langscheid

Da sitzt jeder Handgriff: Helmut Krahl, Stephan Marx und Matthias Druck sind Brunnenbauer. Die drei Männer aus Kaiserslautern bohren in der Feudenheimer Au nach Grundwasser: Doch aus dem Bohrloch wird noch kein Wasser gefördert werden, wie Buga-Sprecherin Tanja Binder erklärt.

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Die drei Pfälzer richten am südöstlichen Rand des Landschaftsschutzgebiets nämlich eine Grundwasser-Messstelle ein – als Vorbereitung für den geplanten Bau zweier Brunnen, aus dem zur Bundesgartenschau im übernächsten Jahr das Wasser für Bachlauf und See im Landschaftsschutzgebiet (LSG) Au sowie für die Bewässerung von Teilen des Gartenschau-Geländes auf dem benachbarten Spinelli-Areal heraufgepumpt werden soll. Rund 400 000 Kubikmeter im Jahr, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ausgerechnet und das Vorhaben kritisiert hat.

Neue Gehölzinseln am Neckar

„Bauvorbereitende Maßnahmen“ kündigt Binder außerdem für Spinelli an. Hier werden 21 Bäume, zumeist krank oder abgestorben, entfernt. Binder: „Das Schnittholz wird wiederverwertet und weitergenutzt: als Holzhaufen für Eidechsen und in Form von Benjes-Hecken für Vögel, Igel und Insekten. Bäume müssen – nach Binders Angaben voraussichtlich Ende kommender Woche – auch am Neckarvorland fallen.

Damit der Bereich renaturiert werden kann, lässt die Buga-Gesellschaft dort 30 Bäume sowie rund 1500 Quadratmeter Strauchwerk entfernen. Zur ökologischen Aufwertung sollen auf dem Gelände der Gartenschau bis 2023 rund 580 Bäume neu gepflanzt werden. Weitere 60 Bäume will die Buga GmbH am Neckarvorland setzen, dazu kommen Büsche und Sträucher auf rund 2 400 Quadratmetern.

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Aus den Trieben der Sträucher werden dazu Stecklinge geschnitten, die ebenso wie Wurzelwerk, das eigens ausgegraben wird, in neue „Gehölzinseln“ (Binder) versetzt werden. „Wir gehen hier jedenfalls bis auf 29 Meter Tiefe“, erklärt Krahl, Chef in dem mittelständischen Brunnenbau-Betrieb. Bis Montagnachmittag will er mit Marx und Druck den Job erledigt haben. lang