Nachruf - Heinz Uhlig mit 98 Jahren verstorben / Lange Obmann der Polizeipensionäre Beliebter Schutzmann

Von 
pwr
Lesedauer: 

Er war ein allseits respektierter und beliebter Schutzmann alter Schule, der nach dem Zweiten Weltkrieg direkt die Uniform wechselte und sich für den Aufbau einer demokratischen Polizei engagieren wollte: Heinz Uhlig. Nun ist er im Alter von 98 Jahren verstorben.

AdUnit urban-intext1

Aus dem Erzgebirge stammend, blieb er nach dem Krieg und Gefangenschaft in Seckenheim hängen und lernte dort seine Frau kennen. Uhlig ging zur – damals noch städtischen – Polizei, 1947 zum Verkehrsunfalldienst und wurde später Personalsachbearbeiter im Stab der Schutzpolizei im Präsidium in L 6. Er hatte schon den Ruhestand vor Augen, als ihm 1981 der damalige Polizeipräsident Willi Menz zusätzlich die Funktion des Obmanns der Pensionärsgemeinschaft übertrug. Zum 1. November 1982 wechselte er dann selbst in den Ruhestand, aber blieb aktiv für die ehemaligen Kollegen.

Über 18 Jahre, bis zur Stabübergabe an seinen Nachfolger Hanns Fischer, organisierte er Pensionärsreffen und sorgte so für den engen Zusammenhalt der Mannheimer Polizeipensionäre, der noch heute im Land als einmalig gilt. „Lebendig, straff in Haltung und Führungsstil“ habe er die Gemeinschaft geführt, lobte der damalige Polizeipräsident Knut Feldmann und ernannte Uhlig zum ersten Ehrenmitglied der Gemeinschaft. Bis ins hohe Alter war Uhlig regelmäßiger Gast bei den Pensionären und auch bis zuletzt beim Polizei-Sportverein, dem er über 70 Jahre angehörte. pwr