Wissenschaft - 19 Gruppen aus Mannheim bei „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ Behälter für schädliche Kippen

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Bertram Baehr
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Nemea Holme (l.) und Clara Legner vom Ludwig-Frank-Gymnasium freuen sich über den ersten Platz bei „Jugend forscht“ – sie sind jetzt eine Runde weiter. © Rittelmann

Dass Zigaretten der Gesundheit schaden, ist wohl fast jedem bekannt. Aber auch die Stummel, achtlos auf den Boden geworfen, belasten mit ihren Giftstoffen die Umwelt. Nemea Holme und Clara Legner vom Ludwig-Frank-Gymnasium (LFG) haben das wissenschaftlich untersucht – und gleich noch ein Projekt drangehängt, das auf Verhaltensänderungen der Müllsünder abzielt. Damit holten die beiden 15-jährigen Mädchen im Regionalentscheid von „Jugend forscht“ am Donnerstag in der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Neuostheim in der Sparte Arbeitswelt den ersten Platz.

Wissenschaft "Jugend forscht"-Regionalentscheid

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19 der 37 Projekte, mit denen sich Schüler im nordbadischen Wettbewerb der Jury stellten, stammen von Mannheimer Jugendlichen. Sie traten dabei neben der Sparte „Jugend forscht“ für die Älteren bei „Schüler experimentieren“ für die jüngeren Nachwuchsforscher an. Besonders stark vertreten waren – wie schon in den Vorjahren – das LFG mit acht und das Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) mit sechs Beiträgen. Jungforscher des Lessing-Gymnasiums gingen mit drei Projekten an den Start, das Johanna-Geissmar- und das Bach-Gymnasium mit jeweils einem.

Sechs erste Preise bei Jüngeren

Über sechs erste Preise freuen sich die Jüngeren in den Fachgebieten Arbeitswelt (GSG), Biologie (GSG), Chemie (LFG), Mathematik/Informatik (LFG), Physik (Lessing) und Technik (GSG). Die zwölf beteiligten Schülerinnen und Schüler haben es damit in die Endrunde, den Landeswettbewerb, geschafft. Er findet vom 23. bis 24. April in Balingen statt. Der Landeswettbewerb bei „Jugend forscht“ dagegen – vom 25. bis 27. März in Fellbach – ist ein mögliches Sprungbrett zum Bundesfinale in Bremen. Dort messen sich die deutschlandweit besten Nachwuchsforscher vom 21. bis 24. Mai.

Wenn es gut läuft, könnten Nemea Holme und Clara Legner in Norddeutschland dabei sein. Aber zunächst werden sie ihr Zigarettenkippen-Projekt noch einmal in Fellbach vorstellen. Und darüber berichten, wie sie vorgegangen sind.

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Über einen längeren Zeitraum haben sie „erst einmal Kippen aufgesammelt und gezählt“, berichtet Clara. Danach hängten Sie an den Haltestellen „Universitätsklinikum“ und „Bonifatiuskirche“ Warnplakate auf – mit Erfolg. Bei den folgenden Zählungen stellten sie fest: „Die Werte waren so niedrig wie nie.“

In einem dritten Schritt bauten sie Briefkästen zu Sammelboxen um – mit plakativen Aufforderungen, die Kippen dort zu entsorgen. „Die Kästen wurden gut angenommen“, freut sich Nemea. Beide hoffen, dass sich das Sammelbehälter-Konzept weiter ausdehnen lässt – und haben Kommunalpolitiker aus der Neckarstadt um Unterstützung gebeten.

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Begeistert von allen Arbeiten der Jugendlichen zeigte sich der Gastgeber des Regionalentscheids, DHBW-Prorektor Andreas Föhrenbach. Die Teilnehmer bezeichnete er als die „neue Generation derer, die die Wissenschaft weiterbringen“.

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Redaktion Reporter in der Lokalredaktion Mannheim. Schwerpunkte: Schulen und Kitas