Soziales - Fuchs Petrolub vergibt zum 15. Mal seinen Förderpreis / 29 Bewerbungen eingegangen 50 000 Euro für soziale Projekte

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Die Preisträger gemeinsam mit Stefan Fuchs, OB Peter Kurz und Thomas Elleser von der Firma Willis.

© Prosswitz

Sie mähen den Rasen für ältere Menschen. Sie machen mit Kindern Musik. Oder bringen Suchtkranke in den Alltag zurück. In Mannheim gibt es viele Ehrenamtliche, die helfen. Selbstlos und aufopferungsvoll. Menschen, die nur selten die Anerkennung bekommen, die sie verdienen. Einmal im Jahr stehen sie aber ganz sicher im Mittelpunkt. Nämlich dann, wenn das Mannheimer Schmierstoffunternehmen Fuchs Petrolub seinen sozialen Fuchs-Förderpreis verleiht. Und das tat es in diesem Jahr bereits zum 15. Mal.

"Kein Geschenk"

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"Ohne ein nachhaltiges, ehrenamtliches Engagement ist eine soziale Fürsorge heute nicht möglich", sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Fuchs gestern bei der Preisverleihung. Dies solle der Preis deutlich machen, der seit 2013 mit 50 000 Euro dotiert ist. "Insgesamt können wir in diesem Jahr zwölf Preise, einen Sonderpreis und einen von der Firma Willis zur Verfügung gestellten Preis vergeben", sagte Fuchs. Willis ist der Versicherungsmakler des Schmierstoffunternehmens. Insgesamt waren 29 Bewerbungen eingereicht worden, vier weniger als 2013.

"Bei der Auswahl der Projekte wurde darauf geachtet, möglichst eine Vielfalt aus allen Bevölkerungsschichten mit einzubeziehen", sagte Fuchs. Auch soll der Förderpreis kein Geschenk sein. "Er bietet eine Anschubfinanzierung für ein besonders Projekt", so Fuchs. Ein solches konnten alle Bewerber vorweisen.

Besonders beeindruckt war die Jury, die mit Vertretern der Stadt und des Unternehmens besetzt war, von dem Projekt "Kinderchor und Kinderorchester", einer Initiative von Unsere Welt e.V. in der Neckarstadt-West. Die Idee dahinter: Kinder mit und ohne Migrationshintergrund kommen zusammen. Sie lernen unter professioneller Anleitung Instrumente, ihre Stimme wird ausgebildet. Und nach einem Jahr soll aus ihnen ein Mini-Konzertorchester geworden sein. Für die Umsetzung der Idee gab es den am höchsten dotierten Preis - 7000 Euro. 5200 Euro erhielt das Wohnhaus Wallstadt für sein Projekt Rollstuhlschaukel.

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Jeweils 5000 Euro fließen in die "Bewerbungsbox", ein Schülertraining der Studenteninitiative, und in das Selbsthilfe-Projekt für Angehörige computer-/internetabhängiger Kinder des Caritasverbands. Weitere Preisträger sind die Pfingstbergschule, der Förderverein Lichtblick der Maria-Montessori-Schule, pro familia, die TourneeOper, der Baden-Württembergische Landesverband für Prävention und Rehabilitation, die ZI-Klinikschule, das Pflegezentrum "Maria Frieden" für Clownsbesuche und der Förderkreis Kinder- und Jugendpsychiatrie. Der Sonderpreis ging an die regionale Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen in Mannheim, die Spende der Firma Willis an den Stadtjugendring. "Mit dieser Veranstaltung sollen die Preisträger und alle gewürdigt werden, die sich in unserer Stadt engagieren", resümierte Oberbürgermeister Peter Kurz. agp