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Arbeitsmarkt - Gewerkschaft IG BAU warnt

3500 weniger Minijobs in Mannheim

Von 
red/jpp
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Mannheim. In Mannheim sind im vergangenen Jahr rund 3500 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse weggefallen. Innerhalb von zwölf Monaten sank die Zahl der Minijobs um zehn Prozent auf zuletzt 32 400, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Sie beruft sich auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Der Rückgang zeigt, dass Minijobs alles andere als krisenfest sind. In unsicheren Zeiten kürzen Firmen zuerst bei den 450-Euro-Kräften, die allerdings weder Anspruch auf das Kurzarbeiter- noch auf das Arbeitslosengeld haben“, kritisiert Wolfgang Kreis, Bezirksvorsitzender der IG BAU Nordbaden.

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Er fordert, Lehren aus der Pandemie zu ziehen und Betroffene besser zu schützen. Minijobs müssten ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig und gleichzeitig niedrige Einkommen deutlich geringer besteuert werden. Damit könnten laut IG BAU bis zum Jahr 2030 knapp 170 000 zusätzliche Teilzeit-Jobs entstehen.

Gebäudereinigung stark betroffen

In der Gebäudereinigung seien prekäre Arbeitsverhältnisse besonders stark verbreitet und würden insbesondere für Frauen zum Karriere- und Armutsrisiko. Laut Arbeitsagentur zählten die Reinigungsfirmen in Mannheim Ende vergangenen Jahres rund 1700 Beschäftigte, die einen Minijob als alleinige Einkommensquelle haben. Das sind 26 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Branche. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung sind im Zuge der Corona-Pandemie bundesweit insgesamt 870 000 Minijobs verloren gegangen. red/jpp

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