Wiederansiedlungsprojekt - Entstehung von neuen Lebensräumen für die geschützte Tierart soll gefördert werden 170 junge Feldhamster in Mannheim ausgewildert

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mik
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Mannheim. Ganze 170 junge Feldhamster sind am Donnerstag im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojektes auf Mannheimer Feldern ausgewildert worden. In einer Zusammenarbeit zwischen der Stadt Mannheim, des Regierungspräsidiums Karlsruhe und von Landwirten soll so die Entstehung von neuen Lebensräumen für die europäisch geschützte Tierart gefördert werden.

Hintergrund

  • Der Feldhamster wurde als besonders seltene Tierart in Europa in die FFH-Richtlinie (FFH = Flora, Fauna, Habitat) aufgenommen, mit der die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union das europäische Naturerbe schützen. Das Land Baden-Württemberg muss daher für den Schutz und die Erhaltung des Feldhamsters im Land sorgen.
  • Mit dem Bau der SAP-Arena 2004 in Mannheim-Bösfeld gingen Lebensstätten des Feldhamsters verloren. Als Ausgleich für diesen Verlust ist die Stadt Mannheim für das Wiederansiedlungsprojekt verantwortlich. Seither arbeiten das Naturschutzreferat des Regierungspräsidiums Karlsruhe und die Stadt Mannheim gemeinsam für das Überleben des Feldhamsters in Mannheim und stellen die finanziellen Mittel bereit.
  • Der Biologe und Experte für Feldhamster Dr. Ulrich Weinhold führt im Auftrag der Stadt Mannheim und des Regierungspräsidiums mit seinem Team die Aufzuchtstation, koordiniert die Wiederansiedlung und begleitet alle Arbeiten vor Ort.
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Der Feldhamster ist heutzutage selten geworden und steht als vom Aussterben bedrohte Tierart unter europäischem Schutz. Ziel der Wiederansiedlung ist es deshalb, einen langfristig überlebensfähigen Tierbestand zu schaffen.

Die Maßnahmen der letzten Jahre zum Schutz und zur Erhaltung des Tieres haben besonders in Mannheim-Straßenheim Wirkung gezeigt. Über 60 Hamsterbauten wurden dort im Frühjahr auf Feldern gezählt. Wesentlich zum Erfolg beigetragen habe laut Regierungspräsidium, dass mehrere Landwirte auf rund 130 Hektar ihre Ackerflächen feldhamstergerecht bewirtschaften, sodass der Hamster dort einen geeigneten Lebensraum findet.

"Die Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Landwirten und die feldhamsterfreundliche Bewirtschaftung ist Grundlage für den Erfolg der Wiederansiedlung. Unser Dank gilt daher besonders den Landwirten, die mit viel Einsatz den Lebensraum für den Feldhamster auf den Äckern ermöglichen“, lobt die Bürgermeisterin der Stadt Mannheim Felicitas Kubala.

Blick über die Stadtgrenze geplant

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Als Fortführung des Projektes ist in einem nächsten Schritt der Blick über die Stadtgrenzen hinaus geplant. Ziel ist es, weiteren Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters zu suchen und neue Bestände aufzubauen.

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