Studium: Der erste große Schwung Bachelor-Absolventen wird erwartet / Zahlreiche weiterführende Programme laufen nun an Mannheims Hochschulen haben den Master-Plan

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Zum Wintersemester 2009 gehen erstmals viele neue Masterprogramme an den Start. Vor allem die Universität Mannheim bringt neuen Wind in die Studienfach-Landschaft.

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Neben dem VWL-Master auf Englisch (wir berichteten) gibt es nun auch den BWL-Master, den "Mannheim Master of Management". Hier wird den Studenten durch zahlreiche Spezialisierungen eine flexible Gestaltung des Stundenplans ermöglicht. Außerdem fließen die Pflichtfächer "Volkswirtschaftslehre", "Methoden" und "Schlüsselqualifikationen" sowie verschiedene Wahlfächer mit ein. Da sich die Studenten das Studium selbst zusammenstellen können, ist sowohl eine Spezialisierung auf einen Fachbereich, als auch eine breite Fächerung möglich.

Auch die philosophische Fakultät erweitert ihr Angebot. Zu beinahe jedem Fach gibt es nun auch ein weiterführendes Programm. Der Master "Geschichte" wurde erneuert und die fächerübergreifenden Programme "Sprache und Kommunikation" und "Kultur im Prozess der Moderne: Literatur und Medien" wurden neu eingeführt. Diese zielen auf eine themenorientierte Ausrichtung ab und ersetzen damit "Anglistik", "Germanistik" und die romanistischen Master, die nur einen einzelnen Kulturraum bearbeiteten. Neu sind auch die weiterführenden Lehrveranstaltungen zu "Kultur und Wirtschaft" und "Medien- und Kommunikationswissenschaft".

Die Hochschule Mannheim ist mit dem Master "Soziale Arbeit" am Start. Dieser wird zum Wintersemester 2009/2010 eingeführt und baut damit die Fakultät für Sozialwesen aus. Auch an der Berufsakademie Mannheim sind weiterführende Studienfächer im Gespräch. Da die Berufsakademie seit dem 1. März Hochschulstatus hat, können dort im Rahmen der Umwandlung nun auch Masterprogramme angeboten werden. "Die Programme sind allerdings noch in den Startlöchern", so Pressesprecherin Karin Haas. Ein weiterhin berufsbegleitender Unterricht sei angedacht, da dies eher dem Interesse der Firmen entspreche. "90 Prozent der Studenten werden nach dem Bachelor übernommen. Wenn diese abspringen würden, wäre das nicht im Sinne der Unternehmen", erklärt Haas. Somit muss wohl auch nach dem Bachelor nicht auf das duale System verzichtet werden. abe