Musikhochschule: Die Aufnahmeprüfungen sind abgeschlossen, die Bewerber erhalten endlich die sehnlichst erwarteten Ergebnisse "Ich hätte viel überzeugender sein können"

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Santana Beutter

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Vor wenigen Wochen berichteten wir bereits über die 21-jährige Magdalena Switajski und ihrer Teilnahme an den Aufnahmeprüfungen der Musikhochschule Mannheim. Mittlerweile hat sie die zweitägige Bestandsaufnahme hinter sich gebracht. Sie hat vorgespielt, gezittert und gezweifelt - und schließlich bestanden.

Zuerst musste sie sich an ihrem schwächeren Instrument, dem Klavier, in Szene setzten. Da sie bereits an anderen Hochschulen mit ihren Fähigkeiten glänzen konnte, blickte sie diesem Teil der Prüfung gelassen entgegen. Die Nervosität war minimal, und mit der problemlosen Bewältigung des ersten Tages qualifizierte sich Magdalena sofort für den nächsten. Dabei ging es vor allem um ihre pädagogischen Fähigkeiten: Sie musste Mitbewerbern und bereits eingeschriebenen Studenten ein Bodypercussion-Stück beibringen. Hierbei, so Magdalena, sei die Hilfsbereitschaft der anderen enorm aufgefallen. "Ich hatte eigentlich mit mehr Konkurrenzdenken gerechnet, alle waren aber sehr unterstützend!"

Irgendwann aber kam der Punkt, an dem alles etwas zu viel wurde. Magdalena hatte die Zeit falsch eingeschätzt, "meine Nerven lagen absolut blank, als ich mich danach für mein Hauptinstrument Geige einspielte". Sie habe sogar vergessen, sich einzusingen. Dementsprechend ungut fühlte sie sich, als sie wieder antreten musste. Zwar klappten die eingeübten Stücke recht gut, das Spielen vom Blatt allerdings schien eher schlecht zu laufen. Fand zumindest Magdalena selbst.

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Sie versuchte, sich zu beruhigen, indem sie so tat, als ob sie schon mit den Prüfungen fertig sei. Der Psychotrick wirkte - und führte zu einem kleinen Blackout in der Abschlussbefragung der Prüfer. Zu wenig zu Mozart habe sie sagen können. "Generell hatte ich eher ein schlechtes Gefühl nach den zwei Tagen", sagt Magdalena, "irgendwie war ich nicht in Bestform, ich hätte viel überzeugender sein können."

Ein glücklicher Ausgang

Zwei Tage voller Prüfungen, ein allenfalls mittelmäßiges Gefühl - und dann die Erleichterung: bestanden! Doch mit dem Bestehen der Prüfung war noch nicht automatisch der Studienplatz gesichert, wegen der großen Nachfrage wurde der nach einer Rangliste der Bewerber vergeben. Nach zwei Wochen kam endlich der Anruf und kurz darauf das offizielle Schreiben, das bestätigte, dass sie es geschafft hatte. Ab dem Sommersemester 2009 ist Magdalena Studentin an der Musikhochschule.