Wallstadt - Ganz und gar außergewöhnliches Konzert im Café Maijé Kiyo singt immer mit dem Herzen

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has
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Klara Truong ist Kiyo. © Haas

„Ich bin ein echtes Mannheimer Mädel“, sagt in unverkennbarem Dialekt die junge Sängerin und Songwriterin Klara Truong – mit Künstlername Kiyo – lachend nach dem Konzert im Café Maijé. Es ist ein ganz besonderes Konzert an einem eher ungewohnten Ort, das die Feudenheimer Kulturevent da organisiert hatten. Aber vielleicht ist es genau das, was die Zuhörer so begeistert.

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Die junge, aufstrebende Musikerin verbreitet mit ihrer glasklaren Stimme eine Atmosphäre, die jeden auf seine ganz eigene Weise ergreift. „Ich verarbeite in meinen Liedern vor allem Gefühle“, sagt Kiyo. Schon mit dem ersten Ton des Songs „Parting Lights“ wird klar, dass hier eine Ausnahmekünstlerin am Werke ist.

Ihre Stimme ist wie ein goldener Faden, der sich durch das gesamte Konzert zieht. Da gibt es keinen Misston und keinen Abfall, alles bleibt auf höchstem Niveau. Und Gitarrist und Produzent Rolf Munkes unterstützt auf einfühlsame Art die Stimme der Sängerin – ein ganz besonderes Genusserlebnis. Kiyo singt von Aufbruch und Fernweh – so sensibel und melancholisch, dass es dem Zuhörer zu Herzen geht. Sie berichtet, dass einmal bei einem ihrer Konzerte eine Zuhörerin von Anfang bis Ende geweint habe. Der jungen Ausnahmekünstlerin gelingt die anspruchsvolle Fusion der biografischen Authentizität einer Singer- Songwriterin mit der Vielschichtigkeit modernen Indiepops und der Brillanz einer Klaviervirtuosin.

Die gebürtige Mannheimerin ist Tochter vietnamesischer Einwanderer und mit der Musik groß geworden: Eine klassische Klavierausbildung begann sie im Alter von fünf Jahren und sang von klein auf in Chören. Gitarre brachte sie sich mit 14 selbst bei. Im selben Alter begann sie, in Bands zu spielen und eigene Lieder zu schreiben.

Das Unbeachtete als Thema

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Ihre Musik gilt dem Besonderen, das sich im Leisen, im Unscheinbaren und Unbeachteten des Alltags versteckt. Elektronische Sphären-Klänge verleihen der Musik Wärme. In Liedern wie „Mary“, „Run of things“ oder „Driving towards daylight“ zeigt sich das ganze Können der Ausnahmemusikerin. Auch der bislang unveröffentlichte Song „Lonly out“ begeistert die Zuhörer vollends. Die fordern vehement eine Zugabe – und bekommen sie auch. „Das war einfach nur schön“, sagen zwei Zuhörerinnen am Ende des Konzerts.