Ost/Wallstadt - Bäckerei Görtz siedelt sich in der Keltenstraße an / Derzeit Umbau des Geländes Ein Café folgt auf die Kfz-Werkstatt

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Peter W. Ragge
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Wallstadt bekommt ein neues Café an der östlichen Zufahrt zum Ort. Die Bäckerei Görtz wird in der Keltenstraße eine neue Filiale mit 30 Plätzen sowie einer Außenterrasse mit weiteren 30 Plätzen eröffnen. „Wir wollen damit auch den Ortseingang aufwerten“, so Peter Görtz, einer der Geschäftsführer des Unternehmens. Derzeit läuft der Umbau des Gebäudes, das zuletzt einer Kfz-Werkstatt diente und seit Monaten leer stand.

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Eine Bäckerei mit Café gab es hier früher schon einmal, so Norbert Leidig vom Arbeitskreis Heimatgeschichte. 1957 war nach seinen Unterlagen auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofs der Firma Adam Krämer – dem Großvater des heutigen Eigentümers – an der Ecke Kelten-/Alemannenstraße der große Wohnblock mit einem Flachbau davor eröffnet worden. Konditormeister Adolf Müller betrieb das Café, in dem der Karnevalsverein „Gowe“ gegründet wurde und das lange dessen Stammlokal war – trotz mehrerer Namensänderungen, etwa in „Frankencafé“. Seit Ende der 1970er Jahre dient das Gebäude als griechisches Lokal, derzeit unter dem Namen „Panorama“.

Keine Altlasten

Auf dem Areal daneben entstand dann, ebenso Ende der 1950er Jahre, eine Shell-Tankstelle. Seit Ende der 1980er Jahre ist sie aber geschlossen. Dann nutzte das Gebäude ein Kfz-Betrieb, der inzwischen nach Feudenheim umgezogen ist.

Allerdings sind auf dem Grundstück nach Aussagen des Baudezernats der Stadt aus der Zeit der Tankstellennutzung „keine Altlasten verzeichnet“, so ein Sprecher. Einen qualifizierten Bebauungsplan gibt es für den Bereich des Orts nicht, lediglich einen Bau- und Straßenfluchtenplan. Nach Aussage der Stadtplanung wäre es daher sowohl möglich, ein Wohngebäude zu errichten, allerdings kein Hochhaus, als auch der Versorgung des Gebiets dienende Läden, Gaststätten sowie die Nachbarn nicht störende Handwerksbetriebe anzusiedeln.

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Die Eigentümer, die zunächst nur den Bereich neu pflastern wollten, nahmen nun das Angebot der Firma Görtz an, sich dort einzumieten. „Wir hatten in dem Stadtteil Veränderungsbedarf, der Druck ist einfach zu groß“, verwies Peter Görtz auf die oft langen Warteschlangen vor der kleinen Görtz-Filiale an der Gotenstraße. Die soll bestehen bleiben. Zusätzlich entstehe in der Keltenstraße „ein schönes, modernes Café mit zeitgemäßer Ausstattung“, so Görtz. Eröffnung solle im Sommer diesen Jahres sein, „wenn es zu keinen Verzögerungen im Bauablauf kommt“. Derzeit läuft noch die energetische Sanierung des alten Werkstattgebäudes, dann übernimmt Görtz die Inneneinrichtung.

Redaktion Chefreporter