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Ost/Wallstadt - Familie Döringer eröffnet nach der Sanierung vom historischen Gasthof „Pflug“ Bäckerei und Café mit Briefservice bei längeren Öffnungszeiten

Der Ort hat endlich wieder eine eigene Postfiliale

Von 
Peter W. Ragge
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Es war lange eines der größten Ärgernisse von Wallstadt – doch das ist jetzt vorbei: Der Ort hat wieder eine Post, noch dazu in zentraler Lage am Rathausplatz. Im frisch sanierten historischen Gasthof „Pflug“ hat die Bäckerei Döringer eine Filiale mit Café und zugleich eine sogenannte Partnerfiliale der Post eröffnet.

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Kachelofen, Sofa, ein extra Kindertisch und mehrere Tische – das Café ist gemütlich eingerichtet. Neben Brot, Brötchen, süßen Teilchen und Kuchen bietet das Team auch Frühstück sowie zur Mittagszeit Schnitzel, Fleischkäse und Frikadellen. Acht Mitarbeiter hat der 1954 gegründete, in der Gartenstadt ansässige Familienbetrieb für die Wallstadter Filiale eingestellt – darunter eine Fachverkäuferin, die schon in der früheren, seit Jahrzehnten geschlossenen Wallstadter Bäckerei Schillinger ihren Beruf gelernt hatte.

Wallstadt ist die 13. Filiale des Gartenstädter Betriebs. Kürzlich hatte er in der Oststadt eine K & U-Filiale weitergeführt, im September ist eine Neueröffnung im Jungbusch geplant. Wie im Staudenweg in der Gartenstadt, wo die Familie seit fast drei Jahren eine Post in ihre Bäckereifiliale integriert hat, realisierte sie das nun auch in Wallstadt – schließlich versteht sich der Handwerksbetrieb nicht nur als Bäckerei, sondern auch als Garant für Nahversorgung.

Geöffnet ist das neue Angebot Montag bis Freitag durchgehend von 6 bis 18 Uhr, am Samstag von 7 bis 13 Uhr, wobei da die Posttheke eine Stunde früher schließt. Im Vergleich zu bisher ist das eine deutliche Ausweitung der Öffnungszeiten, ja sogar mehr als eine Verdoppelung. Das Thema war ein Wallstadter Ärgernis, seit die langjährige Partnerfiliale in einem Wallstadter Textilfachgeschäft im November 2019 geschlossen hatte. Zunächst gelang es der Post nicht, einen neuen Anbieter zu finden. Sie richtete dann selbst eine Anlaufstelle im Markthaus ein – aber nur für drei Stunden am Tag. Mehrere Wochen gab überhaupt keine Möglichkeit, Post aufzugeben oder Briefmarken zu kaufen, was das Bundesunternehmen mit „Arbeitskräftemangel“ begründete. Wer eine größere Sendung erwartete und nicht zu Hause angetroffen wurde, musste nach Feudenheim – was dort häufig für Warteschlangen sorgte.

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Post und Café sind jetzt vorgezogen eröffnet worden. Die Sanierung der Obergeschosse des ältesten Gasthofs in Wallstadt geht nach Angaben vom Architekturbüro Koller „planmäßig voran“. Auch für den Anbau liege jetzt eine Baugenehmigung vor. „Da fangen wir jetzt mit dem Betonieren der Bodenplatte an“, kündigt Claudia Koller an.

Redaktion Chefreporter

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