Gartenstadt - Rund 1000 Besucher verabschieden den Winter beim Sommertagszug / Bunte Flaggen, Eskimos, Luftballons und ein schottischer Clan Schneemann geht in Flammen auf

Von 
Andrea Sohn-Fritsch
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Winter adé: Kinder und Erwachsene verfolgen das Sommertagszug-Ritual am Rodelhügel im Käfertaler Wald.

© aso

Wenn der Bürgerverein Gartenstadt zum Sommertagsumzug einlädt, ist die gesamte Gartenstadt auf den Beinen. Auf dem Freyaplatz stellten sich Kinder und Erwachsene auf. Hier gab es auch bunte Sommertagsstecken mit flatternden Papierbändern, süßen Hefebrezeln und mit ausgeblasenen Eiern zu kaufen.

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Die Musikanten der Karlsterner Hexenzunft gaben mit ihren Trommeln den Marschrhythmus vor, und so setzte sich der Zug in Bewegung. Auch der Fanfarenzug der Käfertaler Karnevalsgesellschaft Löwenjäger und die Schönauer Showfanfare sorgten für den richtigen Ton.

Am Rodelhügel im Käfertaler Wald warteten schon eine Menge Leute auf den Umzug, hier gab es Speisen- und Getränke vom Bürgerverein Gartenstadt. Das Orchester Blau-weiß Waldhof spielte Frühlingslieder und andere Klassiker.

Heinz Egermann, der Vorsitzende des Bürgervereins, begrüßte eine große Schar Menschen, die am Umzug teilgenommen hatten und nun auf die Verbrennung des Winters warteten. Schätzungsweise 1000 Menschen waren es auch in diesem Jahr wieder. "So richtig merkt man den Frühlingsanfang heute noch nicht, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis es richtig warm wird", stellte Egermann fest. Und in der Tat beherrschten Winterjacken und Schals das Bild, denn es war kalt und windig. Aber alle Beteiligten wollten ja auch alles geben, um den Winter loszuwerden. Polizei, Deutsches Rotes Kreuz und die Jugendfeuerwehr Nord taten ihr Bestes, damit dies unfallfrei vonstattenging.

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Waltraud Osieka vom Bürgerverein Gartenstadt stellte die Groß- und Familiengruppen vor, die in diesem Jahr mitgelaufen waren. Wie immer werden diese prämiert und bekommen in ein paar Wochen tolle Preise. Das Motto des Sommertagsumzuges lautete "Alle Kinder dieser Welt" und an diesem Motto hatten alle Gruppen ihren Auftritt ausgerichtet. Die erste Gruppe kam von der Freilichtbühne und schickte ihre Mitglieder in prächtige Kostüme gewandet in den Ring: Da gab es Eskimos und Mexikaner, Afrikaner, Tibeter, Chinesen und drei geheimnisvolle Damen aus dem Morgenland.

Die Kinder der Klasse 1d der Alfred-Delp-Schule hatten sich Ponchos angezogen, auf denen lauter Kinder zu sehen waren, die sich an den Händen hielten. Die Kinder des Kindergartens Rottannenweg gemeinsam mit Kindern der Lebenshilfe hatten viele bunte Flaggen gebastelt, die sie fröhlich schwenkten.

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Das Thema Flaggen hatten auch die Kinder des Kinderhauses Gartenstadt aufgegriffen, sie zogen einen großen Globus aus einem blauen Gymnastikball hinter sich her. Mitglieder des SPD-Ortsvereins Gartenstadt hatten sich mit Unmengen bunter Luftballons ausgestattet und verteilten sie. Die Kinder von St. Elisabeth hatten alle einen Globus als Helm auf und schwenkten bunte Flaggen. Die Familiengruppe Dexler war als schottischer Clan samt Highland-Castle angekommen, und eine weitere Formation bestand aus drei Köchen, die löffelschwingend über den Platz gingen.

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Alle Gruppen stellten sich der Jury vor. Danach schritt Heinz Egermann mit Brandbeschleuniger und Streichhölzern zu Werk. Er übergoss den wunderschönen Schneemann, der wie immer vom Jugendhaus Waldpforte gebastelt worden war. Schnell fing die weiße Haut des Schneemanns Feuer, bis die ganze Figur in Flammen stand. Wenn der echte Winter genau so schnell verschwindet wie der Gartenstädter aus Stroh, kann man mit einem baldigen Frühling rechnen. Die Jugendfeuerwehr passte ganz genau auf, dass auch ja nur der Strohmann brannte.

Freie Autorenschaft Andrea Sohn Fritsch schreibt seit 1994 freiberuflich für den Mannheimer Morgen, vor allem für den Ost-Teil. Bekennende Wallstadterin, Hobbymusikerin (Dudelsack und Drehleier, Chor), Freizeit-Archäologin bei den Reiss-Engelhorn-Mussen und Dipl.-Germ./ Journ.