Waldhof: Zehn Jahre Ökumenisches Frauenfrühstück in Franziskus mit Festvortrag von Doris Spielhoff Etwas Abstand vom Alltag

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Sylvia Osthues

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Duftender Kaffee, ein üppiges Frühstücksbüffet und ein interessanter Vortrag, so lautet das Erfolgsrezept, das im Laufe der Jahre immer mehr Frauen aus ganz Mannheim in den Speckweg auf dem Waldhof lockte. Bei der Jubiläumsveranstaltung "Zehn Jahre ökumenisches Frauenfrühstück" der Frauengemeinschaft St. Franziskus konnte Organisatorin Roswita Auracher 160 Frauen aller Altersgruppen und aller Konfessionen im St. Franziskussaal begrüßen.

Mit sechs Frauen hat sie 1999 angefangen. Wenn Auracher jetzt bei der Jubiläumsveranstaltung den gut gefüllten Saal sehe, freut sie das sehr. Für sie und ihr Team seien die vergangenen Jahre eine große Bereicherung gewesen.

Schlaflose Nächte fürs Frühstück

Zehn Jahre Frauenfrühstück, das bedeute auch zehn Jahre schlaflose Nächte auf der Suche nach guten Referenten und Vorträgen. Im Laufe der Jahre wurden 4000 Brötchen und 500 Brote gekauft und viel Kaffee gekocht. Als just bei der Jubiläumsveranstaltung die große Kaffeemaschine total versagte, kamen viele kleine Maschinen zum Einsatz.

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Donnerstags wurde der Saal belegt, freitags liebevoll eingedeckt und eingekauft, samstags lautete die bange Frage, "ob auch alles klappt und reicht". Es war so wie immer beim dreimal jährlichen Frauenfrühstück. Viel Aufregung und viel Arbeit, die dank eines "gut eingespielten Teams" - zu dem übrigens auch Aurachers Herbert gehört - bewältigt wird. Und die Mannschaft zeigt sich "flott, fleißig und fröhlich trotz viel Arbeit und engagiert sich all die Jahre mit viel Freude".

Ein regelmäßiger Gast ist auch Pfarrer Frieder Bellm. "Dies bedeutet, dass er unser Frauenfrühstück sehr achtet", freut sich Auracher. Pfarrer Bellm lobte die Organisatorin mit ihrem Team. Denn seit zehn Jahren Frauen ermöglichen sie es Frauen, zusammenzukommen und für ein paar Stunden Abstand vom Alltag zu nehmen.

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Den Festvortrag hielt die Frauenbeauftragte im Dekanat Bergstraße, Doris Spielhoff. "Die Jahreszeiten im Leben einer Frau" lautete das Thema ihres kurzweiligen und amüsanten Vortrages. Nach dem Motto "Lebst du noch oder herbst du schon?" machte sie anhand ihrer Lebensgeschichte und vieler weiterer Beispiele, in denen sich die Zuhörerinnen mehr als einmal wiedererkannten, deutlich: So wie es keine klar abgegrenzten Jahreszeiten gibt, gebe es auch keine Jahreszeiten im Leben einer Frau. Alle Lebensabschnitte einer Frau seien aufregend und schön. "Frau" sollte nicht versuchen, allen Erwartungen gerecht zu werden, sondern mit der "Kunst der kleinen Schritte" ihre Kräfte und Stärken entwickeln. Das helfe, Trennungen und Schicksalsschläge leichter zu ertragen. Hilfe fänden viele Frauen auch im Glauben.