Ost/Vogelstang - Mehr Einwürfe zum neuen Seniorentreff Standort weiter umstritten

Von 
Roger Scholl
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Der bisherige Seniorentreff im Jenaer Weg. © Thomas Tröster

In der Frage nach dem künftigen Standort des Seniorentreffs auf der Vogelstang besteht weiterhin Uneinigkeit zwischen der Verwaltung und anderen Akteuren. Nachdem sich zunächst Gunter U. Heinrich, der Vorsitzende des Gemeinnützigen Bürgervereins sowie Helga Enger, die lange Jahre den Verein für Kranken- und Altenpflege (KAV) leitete, dafür aussprachen, den Seniorentreff im Fritz-Esser-Haus der Arbeiterwohlfahrt (Awo) anzusiedeln, wurden inzwischen auch andere Stimmen laut, die in eine ähnliche Richtung gehen. Die Stadt hatte diesen Standort bereits ausgeschlossen, da eine unabhängige Beratung in einem künftigen Pflegestützpunkt, der in den Treff integriert werden sollte, nicht möglich sei.

Bürgerverein für Fritz-Esser-Haus

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Heinrich hatte erklärt, die künftigen Strukturen im Esser-Haus – betreutes Wohnen, ambulante und stationäre Pflege – böten sich „regelrecht dafür an, dort den Seniorentreff Vogelstang einzubinden, in einem zeitgemäßen, modernen, zentral gelegenen Seniorenzentrum für die Menschen im Stadtteil“. Enger, deren Verein KAV das gesamte Vermögen den Heimbewohnern des Fritz-Esser-Hauses zugutekommen ließ und das Stiftungsvermögen auf zehn Jahre verteilt ebenfalls zweckgebunden an die Einrichtung auszahlt, hatte sich ebenfalls vehement für den Standort im Esser-Haus ausgesprochen.

Seniorenrat schaltet sich ein

Darüber hinaus hat sich nun auch der Mannheimer Seniorenrat in die Diskussion eingeschaltet. Nach seiner Auffassung sei die Bündelung eines Seniorentreffs mit einem künftigen Pflegestützpunkt nicht zwingend erforderlich. Beide Infrastrukturen hätten völlig unterschiedliche Funktionen und Aufgaben. Man bitte daher die Stadt und die Awo, Gespräche aufzunehmen und die Frage zu beantworten, ob ein Seniorentreff unter dem Dach des Fritz-Esser-Hauses möglich sei.

Nach Informationen des „MM“ beschwerte sich auch die Liga der Wohlfahrtsverbände über die Haltung der Verwaltung. Einen solchen Standort unter dem Dach eines Trägers apriori auszuschließen, sei aus der Sicht der Liga nicht nachvollziehbar. Sie verwies darauf, dass verschiedene Ligaverbände seit Jahren Seniorenberatungsstellen im Auftrag der Stadt betrieben.

Redaktion Lokalredaktion, Koordinator Stadtteilseiten