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Ost/Vogelstang - Anwohnerklagen aus der Thüringer Straße haben Erfolg

Stadt ändert Parkplatz-Markierungen

Von 
Peter W. Ragge
Lesedauer: 
Ein Bild der Anwohnerproteste vom November. © Sylvia Osthues

Die heftigen Beschwerden von Anwohnern der Thüringer Straße, einer der längsten Straßen der Vogelstang, haben Erfolg. Die Verwaltung wird dort die erst im Herbst 2020 angebrachten, aber sofort heftig kritisierten Markierungen von Schrägparkplätzen wieder ändern. Das sagte Verkehrsplaner Karol Sgodzaj vom Fachbereich Stadtplanung in der Sitzung des Bezirksbeirats Vogelstang.

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Die am nordöstlichen Rand des des Stadtteils verlaufende Straße ist eine wichtige Erschließungs- und Durchgangsstraße. Dass dort, trotz Tempo 30, viel zu schnell gefahren, ja zeitweise gerast werde, darin waren sich Anwohner, Bezirksbeiräte und Verwaltung immer einig. Was dagegen aber im vergangenen Jahr getan wurde, sorgte für viel Ärger im Stadtteil. Als „teuren Schildbürgerstreich“ bezeichnete der Vorsitzende des Gemeinnützigen Bürgervereins Vogelstang, Gunter U. Heinrich, die geänderte Verkehrsführung, und mehrere Anwohner – die über die Maßnahmen vorher gar nicht informiert worden waren – formierten sich zum Protest und sammelten Unterschriften (wir berichteten).

Die Stadt hatte abwechselnd Längs- und Querparkzonen markiert, was zu einer deutlichen Verengung der Straße führte, die nur noch wechselseitig einspurig befahrbar sein sollte. Dennoch kam es immer wieder zu gefährlichem Begegnungsverkehr. Andererseits behinderten die neuerdings schräg parkenden Fahrzeuge an einigen Stellen die Sicht von Fußgängern oder Radfahrern, welche die Straße überqueren wollen. CDU-Bezirksbeiratssprecher Volker P. Kögel rügte auch jetzt wieder, dadurch sei „eine gefährliche Situation“ entstanden.

„Die Verwaltung hat die Hinweise auf die Probleme aufgenommen und Änderungspläne erarbeitet“, sagte nun Verkehrsplaner Karol Sgodzaj. Sie stellten einen, wie er meinte, Kompromiss, dar. Danach werden die Schrägparkplätze teilweise verringert, damit die Sichtbeziehungen besser werden, und dafür an den Straßenrändern mehr Längsparkplätze geschaffen. Zudem plane man den Bau von zwei sogenannten Querungshilfen für Fußgänger und Radfahrer, sprich kleine Verkehrsinseln in der Fahrbahnmitte – und zwar in Höhe vom Suhler Weg sowie zwischen Erfurter und Altenburger Weg. Umgesetzt werden solle alles „Ende des Jahres, Anfang nächsten Jahres“, so der Verkehrsplaner. Die von Bezirksbeirat Marc Christen (Grüne) angeregte Platzierung von Pflanzkübeln vor den Parkzonen lehnte Sgodzaj ab – davon sei die Verwaltung wegen des hohen Pflegeaufwands generell abgekommen.

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Vorgestellt wurden den Beiräten auch drei Vorentwürfe für den Umbau der Kreuzung Köthener Weg/Sachsenstraße/Leipziger Straße, wichtige südöstliche Zufahrt zum Stadtteil. Schon 2018 war probeweise die Ampelanlage außer Betrieb genommen worden – seither gab es stets Diskussionen, keine Lösung. Auch jetzt „steht die verwaltungsinterne Abstimmung noch aus“, hieß es zu den Optionen. Sie sehen zwei Varianten der Fahrbahnverengung und des Baus von Radwegen und Fußgängerquerungen oder einen Kreisverkehr vor. Die Kosten würden zwischen 550 000 und knapp einer Million Euro betragen. Im Etat der Stadt ist derzeit nichts eingeplant.

Redaktion Chefreporter

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