Ost/Vogelstang - Ulrike Derlich findet ihre vermisste Katze in Bremerhaven wieder „Die Kitty ist wieder da!“

Von 
Katja Geiler
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Annabelle Derlich, die Tochter von Ulrike Derlich, mit ihrer Katze Kitty. © Katja Geiler

Wer sein Haustier schon einmal gesucht hat, weiß, wie nervenaufreibend die Ungewissheit ist, ob man sein Tier überhaupt wiedersieht. Wenn das Tier allerdings in einer Stadt auftaucht, die knapp 600 Kilometer vom Wohnort entfernt ist, mischt sich ein dickes Fragezeichen in die Erleichterung mit ein. Ulrike Derlich, die mit ihrer Familie im Stadtteil Vogelstang lebt, vermisste Mitte Januar die Familienkatze Kitty, eine zutrauliche Freigängerin, die ihr festes Revier hatte. Jetzt ist Kitty wieder da – sie war in Bremerhaven aufgetaucht.

Such-Aufruf veröffentlicht

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Dazu gehörte auch eine ebenerdige Wohnung in der weiteren Nachbarschaft, in die sie ab und zu von den Bewohnern hineingelassen wurde. Als Kitty zwei Tage lang nicht daheim auftauchte, veröffentlichte Ulrike Derlich auf Facebook einen Aufruf auf der Seite „Vermisste / gefundene Tiere Mannheim“, auf der sich viele Leute informieren, die Ausschau nach den geposteten Tieren halten.

Doch Kitty sollte nicht im heimischen Mannheim wiederauftauchen. „Kitty ist gefunden worden, in Bremerhaven“, schrieb Derlich unter den Post. Jemand auf der Vogelstang glaubte, die Katze sei eine Streunerin, Verwandte aus Bremerhaven hatten Mitleid und nahmen sich der Katze an. Zum Glück gingen die Leute mit Kitty zu einer Tierärztin – dies sollte der erste Schritt zurück nach Hause sein. „Die dortige Tierärztin hat die Transponder-Nummer an Tasso gegeben, und so ist sie gefunden worden. Wir fahren jetzt morgen nach Bremerhaven und holen unsere Katze zurück“, schrieb Derlich damals weiter.

Bei „Tasso“ handelt es sich um ein Haustierregister, das durch die Implantation eines Transponders die Suche nach einem Tier erleichtert. Vorausgesetzt, das Tier lässt sich sicherstellen. „Noch weiter als oben an der Küste geht kaum. Wir fuhren morgens los und waren abends wieder zurück“, meint die erleichterte Katzenbesitzerin später. Auf eine Anzeige wird die Familie verzichten, immerhin hatten die betroffenen Personen gute Absichten. Den Tasso-Chip hier in Mannheim auslesen lassen, wäre allerdings hilfreicher gewesen.

Vor fünf Jahren zugelaufen

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Auch der Familie Derlich ist Kitty einst zugelaufen. „Vor fünf Jahren ging ich in den Garten, um Kräuter zu holen. Und ich kam mit einer Katze wieder“, sagt Tochter Annabelle. Die Derlichs warteten jedoch, ob die Katze immer wieder kam, hängten Flyer auf, und als sich niemand meldete, ließen sie den Tierarzt nach einem Chip suchen, doch Kitty hatte keinen. „Wir ließen sie auf uns chippen“, meint Derlich.

Und seitdem gehört die Mieze, deren Alter von Katzen-Experten auf rund acht Jahre geschätzt wird, offiziell zur Familie. „Ich finde, es ist sehr wichtig für Besitzer von Katzen und Hunden, dass das Tier einen Tasso-Chip bekommt. Ohne ihn hätten wir Kitty schließlich nie wiedergefunden.“

Freie Autorenschaft Ich arbeite hauptsächlich für die Redaktion Ludwigshafen, bin aber auch zwischendurch in Mannheim unterwegs. Am liebsten schreibe ich über kulturelle Events wie Lesungen, Theaterstücke oder Konzerte. Auch wenn es um Tiere geht, bin ich gerne mit dabei, ich habe einen Hund und einen Hasen. Außerdem bin ich ein großer Sixties-Fan und führe auf Instagram einen Vintage-Blog unter miss_marble_arch.