Seckenheim - Heringsessen der Zabbe / Gestandene Elferräte beweinen Kampagnen-Ende / Vorfreude auf die nächste närrische Zeit Singstunde mit Fasnachtshits

Von 
Heike Warlich-Zink
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Trotz zahlreicher Tränen gab es beim Heringsessen auch Frohsinn. © Warlich-Zink

Voller Wehmut Abschied nehmen und dabei hoffnungsvoll schon ein wenig auf den nächsten 11.11. schielen: Für die Zabbe kam das Heringsessen zwei Tage nach Aschermittwoch einem Wechselbad der Gefühle gleich. Gestandene Elferräte trockneten sich die Tränen und spendeten sich Trost. Vorbei ist die Fasnacht und damit auch die närrische Hoheit über Seckenheim.

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Da hatte Präsident Andreas Eder kaum die Kraft, mit der Übergabe des Rathausschlüssels zurück an Bürgerdienstleiterin Lena Lawinger irgendwelche Auflagen zu verbinden. Er rückte ihn anstandslos heraus. „Sie ist ja noch neu im Amt, da sind wir behutsam. Aber nächstes Jahr gibt es die fasnachtliche Keule“, kündigte Eder an. Er bedankte sich bei allen, die die Fasnachtsabteilung im Sängerbund unterstützt hatten und lobte seinen jungen, hochmotivierten Elferrat und das sympathische Prinzenpaar Nathalie I. vom Frohsinn und der Narretei sowie Dennis I. vom närrischen Rat. Zum Dank überraschte man sich unabgesprochen gegenseitig mit „Dubbegläsern“. Dass die Hoheiten ihren Elferrat immer genau im Blick hatten, bewiesen sie mit dem Verteilen individueller Geschenke an jeden Einzelnen: einen Terminkalender für den Vergesslichen oder eine „Arbeitsunlust-Bescheinigung“, die ein Fleißiger künftig bei Bedarf einreichen kann. Das kam gut an.

Nach einer großen Dankesrunde an Familie, Freunde und weitere Unterstützer sowie Inge und Karl Eder, die ihre Scheune stets für das Heringsessen zur Verfügung stellen, nahm Sängerbund-Vorsitzende Daniela Petzinger ihre Fürsorgepflicht wahr. „Ich sehe mit Begeisterung, der Zabbe-Elferrat ist jung“, reimte sie. Richtig sei auch, dass Neues ausprobiert werde. Da die meisten jedoch nicht im Verein groß geworden waren, sei ihr eine gewisse Unsicherheit aufgefallen, wenn die traditionellen „Seggema Fasnachtshits“ angestimmt würden. Deshalb gab es für jeden ein Textheft zum Lernen von „Kartoffelsupp’ und Quetschekuchä“ oder dem „Kurpfälzer Narrenmarsch“ und eine Singstunde, begleitet von der Zabbe-Combo.

Elferrat Jörg Boguslawski hatte sich ebenfalls seinen Reim auf die vergangenen Wochen gemacht und präsentierte seine Erkenntnisse in einem gelungenen Kampagnenrückblick. Doch dann hieß es ab in die Wanne: erst für Nathalie, dann für Dennis. Auch wenn die Zabbe zufrieden waren mit ihrem Prinzenpaar, durfte die Reinwaschung zur Freude von Elferrat, Elferratsfrauen und Gästen nicht fehlen. wl