Städtebau - Bezirksbeirat Schönau lobt offiziellen Abschluss der Erneuerungsmaßnahme Mitte / Anerkennung von Bürgermeister Specht Sanierung ein „Beispiel für ganz Europa“

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Eva Baumgartner
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Komplett umgestaltet wurde am Lena-Maurer-Platz auch das Gelände vor dem ehemaligen Luftschutzbunker. © Bähr

In seiner ersten Sitzung nach der Gemeinderatswahl im Emmaussaal setzte der neue Schönauer Bezirksbeirat einen offiziellen Strich unter die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme Schönau-Mitte. Einstimmig votierten die Mitglieder für die Aufhebung der Sanierungssatzung.

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Die Maßnahme Schönau-Mitte wurde 2005 in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ des Bundes aufgenommen. Bis Ende April 2018 wurden so die Sanierung des Spielplatzes Bromberger Baumgang, die Sanierung des Spielplatzes Apenrader Weg sowie der Kinderhäuser Bromberger Baumgang, Johann-Schütte-Straße und Apenrader Weg unterstützt. Außerdem der Abriss eines Wohnhauses in der Schütte-Straße, die Quartierarbeit der Caritas, die Sanierung und Modernisierung des GBG-Wohnungsbestandes, die Neuanlage der Skateranlage, der erste Abschnitt des Lena-Maurer-Platzes und die Siedlerheim-Sanierung.

„Insgesamt wurden in den 15 Jahren fast 90 Millionen Euro in Mannheim investiert – von der Stadt Mannheim, der GBG, Caritas oder privaten Investoren“, erklärte Jörg Ackermann vom Fachbereich Stadtplanung. Sitzungsleiter und Erster Bürgermeister Christian Specht erklärte, dass eine derart große Summe in keinen anderen Stadtteil Mannheims geflossen sei. Specht bezeichnete die Sanierungen auf der Schönau als „leuchtendes Beispiel für Stadtsanierungen in ganz Europa“.

Die Bürgermeister von Mannheims Partnerstadt Chisinau und der ukrainischen Stadt Czernowitz haben ihre öffentlichen Plätze nach dem Schönauer Vorbild umgestaltet oder seien noch dabei, berichtete Specht. Bund und Land übernahmen 12,4 Millionen Euro der Kosten im Rahmen der Städtebauförderung. „Das zinslose Darlehen des Landes haben wir nun als Zuschuss bekommen“, so Ackermann. Den Lena-Maurer-Platz lobte er als „eine der besten mit Bürgerbeteiligung durchgeführten Maßnahmen“. Er dankte Bezirksbeiräten und Bürgern für die ehrenamtliche Hilfe: „Die Maßnahme war ein voller Erfolg, die Schönau hat sich komplett verändert“, so Ackermann.

Nordwest schließt sich an

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Schönau-Mitte wurde im April 2019 mit den letzten sanierten und modernisierten Wohnungen der GBG abgeschlossen. Bereits gestartet ist die weitaus größere Anschlussmaßnahme Schönau-Nordwest mit der Erneuerung von 1743 Wohnungen der GBG, der Umgestaltung der Stadtbahn-Endhaltestelle sowie der Sanierung/Umgestaltung von drei Spielplätzen. Hierfür sind rund 135 Millionen Euro eingeplant.

Für den Bezirksbeirat lobten Susanne Aschhoff (Grüne) und Johann Danisch (CDU) die Entwicklung auf der Schönau. Roland Gusdorf (Freie Wähler/ML) erkundigte sich nach der aktuellen Planung für das Gebiet Nordwest, vor allem die Endstelle. Ackermann erklärte, dass es hierzu keine neuen Entwicklungen gebe. „Es ist zurzeit schwer, weil zwei Betreiber sich nicht mit der Stadt einigen wollen“, so Specht.

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Mit einer Schweigeminute gedachte der neue Schönauer Bezirksbeirat seinem langjährigen Mitglied Ernst Kraus. Der engagierte und beliebte SPD-Bezirksbeirat war mehr als 20 Jahre in dem Gremium tätig. Er hatte im Frühjahr angekündigt, krankheitsbedingt nicht mehr im neuen Beirat mitarbeiten zu können und starb Anfang Oktober.

Redaktion Eva Baumgartner gehört zur Lokalredaktion Mannheim und kümmert sich vor allem um den Bereich Mannheim-Nord.