Sandhofen: Optimistische Stimmung zum Auftakt der Aktionsreihe "Never drink alone" in der "Balkanperle" Feiern für den Traditionsverein

Lesedauer: 

Jan-Hendric Bahls

AdUnit urban-intext1

Mit viel Bier vom Fass und starker Rockmusik feierten zahlreiche Besucher für den guten Zweck in der Balkanperle. In der Vereinsgaststätte des TSV Sandhofen startete die Konzertreihe für den finanziell angeschlagenen Verein. Der Arbeitskreis "Der TSV bleibt!" hat die Aktionen angestoßen, unter Motto "Never drink alone in March" sollen die Bürger Solidarität zeigen.

Insgesamt sind vier weitere Abende in diesem Rahmen geplant, ehe Anfang April ein großes Benefizkonzert in der TSV-Halle den Abschluss bildet. "Wir sind davon überzeugt, dass es aufwärts geht", meinte Heinz Berberich beim Auftakt in der Balkanperle optimistisch. Der Vorsitzende des TSV ist selbst im Arbeitskreis aktiv. "Auch wenn ich glaube, dass es sich bei dieser Konzertaktion eher um ein symbolisches Zeichen handelt." Wenn es sich am Ende finanziell lohnen würde - "um so besser", betonte Berberich . Ein Anfang sei es in jedem Fall.

Zudem wirbt jetzt ein riesiges Plakat am Stich für die Benefizaktionen zugunsten des 620 Mitglieder starken Traditionsvereins, der auch von der benachbarten Spielvereinigung unterstützt wird. "Es ist toll, wie uns von vielen Seiten der Rücken gestärkt wird", freute sich Heinz Berberich. "Wir möchten aber noch mehr die Bürger im Vorort für unsere problematische Lage sensibilisieren", sagte der Vorstand. So wie Christine Koch, die extra aus Lampertheim gekommen war. "Ich habe eine Freundin beim TSV, die hat mich darauf aufmerksam gemacht hat."

AdUnit urban-intext2

Wenn die Aktion funktioniere, sei es natürlich eine tolle Sache. Schließlich dürfe so ein Traditionsverein nicht gegen die Wand fahren. Der Meinung war gleichfalls Jürgen Beet, Frontmann und Bassist der Band Gegenwind. "Wir haben einen Anruf bekommen und sind natürlich sofort mit an Bord gewesen", erinnerte er sich. "Wir spielen gerne ohne Gage, wenn wir damit etwas für den Verein bewegen können", erklärte der Sänger, der seit mehr als 25 Jahren mit seinen Brüdern Thomas am Schlagzeug und Gitarrist Andreas auf der Bühne steht.

Das Familientrio sorgte mit einem von den Fans zusammengestellten Wunschkonzert für Aufbruchstimmung in der Balkanperle. Auch auf dem Abschlusskonzert werden Gegenwind wieder den Verstärker aufdrehen. Ob Benjamin Schiller dann noch mal seinen Lieblingshit zu hören bekommt, ist nicht sicher. Zumindest in der Balkanperle wurde mit Sashas "Lucky day" das passende Motto gerockt. Für den TSV 1887 sei das in jedem Fall ein Gewinn, zeigte sich Schiller überzeugt. Dass nicht nur Vereinsmitglieder vor Ort sind, sondern auch viele Bürger für den Verein feiern, sieht er sehr positiv.