Nord/Sandhofen - Närrischer Markt mit Berlinern Fasnachter feiern verhalten

Von 
Angelika Engler
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Die Stichler auf dem närrischen Markt: Heiko Stasch (v.l.), Willi Weiser, Anja Hedelt und Bernd Mechnig-Diehl. © Angelika Engler

Auch die „Stichler“ im SKV Sandhofen waren während der „Corona-Kampagne“ streng darauf bedacht, sich an die Regeln zu halten. Aber so ganz ohne einen närrischen Brauch wollten sie die „fünfte Jahreszeit“ dann doch nicht ausklingen lassen. Einen Abschied bei Hering und Kartoffeln gab es freilich nicht, auch keine offizielle „Beerdigung“ der Fasnacht. Doch aus dem Markt in Sandhofen am Stich machten die Narren einen, wenn auch verhaltenen und dem Hygienekonzept angepassten, „närrischen“ Markt.

Hoffen auf bessere Zeiten

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„Lache un Berliner esse, do konnscht Corona fascht vagesse“. „Un dud net brumme, es wärre bald bessare Zeite kumme“. Diese beiden närrischen Sprüche zierten denn auch den Bollerwagen der Fasnachter. Darauf geladen hatten die Stichler jede Menge Berliner – gesponsert von Elferrat Bernd Mechnig-Diehl. Und die Kunden auf dem Markt freuten sich.

Wie es sich in der fünften Jahreszeit gehört, wurden sie auch von Elferrat Heiko Stasch und Senatspräsident Willi Weiser begrüßt. Viele Sandhofener dachten an die vergangenen Jahre, schließlich wäre am Dienstag der Umzug auf dem Programm gestanden: „Ach, was hätte ma heit bei dem schääne Wetter än tolle Umzug hawwe känne. Mir hätte mol frierend om Stroßerand gstonne un Sa-Hoi rufe misse, dass uns erschder mol warm werd.“

Doch nicht nur den Menschen, die Fasnacht gerne feiern, fehlten die Veranstaltungen. Auch die Stichler haben mit fehlenden Einnahmen zu kämpfen. Trotzdem stellten sie den kleinen närrischen Treffpunkt auf die Beine. Und vereinzelt sah man sogar verkleidete Menschen durch Sandhofen ziehen. „Ein dreifaches Sa-Hoi, auf dass wir im nächsten Jahr wieder feiern können“, hoffen die Stichler.

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