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Rheinau - Ein Leben für seinen Verein

Jürgen Ruf, langjähriger Vorsitzender des MGV 1896 in Mannheim Rheinau, wird 80 Jahre alt

Von 
Konstantin Groß
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Es ist still geworden um Jürgen Ruf. Gesundheitliche Probleme hindern ihn bereits vor Corona daran, in der Öffentlichkeit so präsent zu sein wie die Jahrzehnte zuvor. Doch vergessen ist er nicht, bleibt er doch einer der bekanntesten und verdientesten Rheinauer: 60 Jahre lang Sänger im Männergesangverein 1896 Rheinau, davon zehn Jahre als Vorsitzender, natürlich verdientermaßen auch Ehrenmitglied. An diesem Mittwoch wird er 80 Jahre alt.

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Seine Bekanntheit vor Ort hat ihren Grund: Ruf ist ein waschechter Rheinauer. Geboren am 11. Mai 1942 und aufgewachsen im Stadtteil, besucht er ab 1948 die Rheinauschule. Im Anschluss beginnt er eine Lehre als Maschinenschlosser bei der Firma Mohr & Federhaff und ist dort 26 Jahre lang tätig – „auf den Tag genau“, wie er immer gerne hinzufügt. Also bis zum 16. März 1982, als das traditionsreiche Großunternehmen in Rheinau-Süd dicht machen muss.

Gute Seele der Hauptmann-Schule

Die Stadt Mannheim weiß seine Fähigkeiten zu schätzen, stellt ihn daher als Hausmeister ein – zunächst für das gerade errichtete Konrad-Duden-Schulzentrum, danach für die Gerhart-Hauptmann-Schule in Rheinau-Süd. Dort ist er 19 Jahre lang nicht wegzudenken, bis er Ende 2004 von der Schulgemeinde mit viel Wehmut verabschiedet wird.

Nun aber hat er noch mehr Zeit für seine Passion: den Chorgesang im Männergesangverein 1896, dem er 1958, im Alter von 16 Jahren, beitritt und mehr als 60 Jahre treu verbunden bleibt. 1978 kommt er als Mitgliederwart in den Vorstand, 2008 wird er dessen Vorsitzender.

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Ruf baut bisherige Aktivitäten wie etwa beim Stadtteilfest aus, initiiert aber auch neue, so etwa das beliebte Kerwe-Schlachtfest. Herausragende Veranstaltung seiner Amtszeit wird die Feier zum 120-jährigen Bestehen des MGV 2016. So manche schlaflose Nacht bereitet ihm aber der dreimalige Wechsel im Amt des Dirigenten.

Im Januar 2017 kandidiert er nicht mehr für den Vorsitz – wie lange zuvor angekündigt. Ruf bleibt zwar zunächst weiter aktiver Sänger, doch eine schwere Krankheit wirft ihn danieder, von der er sich nur langsam erholt. Nicht erholen kann sich der Verein von der Pandemie, Ende 2021 muss er aufgelöst werden. Ein Ereignis, bei dem sich Ruf seiner Tränen nicht schämt – eben ein wahrer Sänger aus Passion. 

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