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Mitte/Neuostheim - Digitale Infoveranstaltung des Stadtteilvereins zur Situation auf Neckardammweg

„Trennung von Rad- und Fußverkehr“

Von 
Sylvia Osthues
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Auf dem nur circa 2,30 breiten Neckardamm sorgt das Nebeneinander von schnellem Rad- und langsamem Fußgängerverkehr für Probleme. © Sylvia Osthues

Das Wetter wird schöner – die Menschen zieht es in die Natur. Das bedeutet aber auch, dass der Rad- und Fußweg auf dem Neckardamm wieder mehr frequentiert wird. Das nahm der Stadtteilverein Neuostheim zum Anlass, um bei einer digitalen Infoveranstaltung erneut auf die vielen Gefahren mangelnder Rücksichtnahme hinzuweisen.

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Hinweis an der Endstelle

Vorsitzende Stephanie Heiß dankte Beisitzer Stefan Bickmann, der die Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte, sowie Lore und Gunther Mair. „Es geht um die Verkehrssituation auf dem Neckardammweg in Neuostheim“, sagte Bickmann. Leider gebe es dort keine Beschilderung, ob Rad- oder Fußweg, sondern nur einen Hinweis für Radfahrer an der Endhaltestelle Neuostheim, der die Entfernung zu den Zielen aufzeigt. Deshalb habe der Stadtteilverein 15 Plakate „Rücksicht Radfahrer/Fußgänger“ in beiden Fahrtrichtungen angebracht (wir berichteten).

Zur Rahmensituation erklärte Bickmann: „Es gibt einen Beschluss zur Ertüchtigung eines Fahrrad-Zubringers von Seckenheim über Neuostheim in die Innenstadt. Probleme in Neuostheim seien die ständigen Gefährdungen von Fußgängern und Radfahrern durch die Mischung von schnellem (Rennradfahrer, Berufspendler, E-Bikes) und langsamem Verkehr (ältere Menschen, Familien mit Kindern, Hundebesitzer). Dadurch sei kein entspanntes Spazierengehen und Radfahren möglich. Beschimpfungen von beiden Seiten seien an der Tagesordnung. Die Stadt habe gesagt, dass es in letzten zwei, drei Jahren nur zwei Unfälle gegeben habe. „Wobei Beinahe-Unfälle nicht protokolliert werden“, so Bickmann. Lösung sei „eine Trennung der langsamen und schnellen Verkehre am Neckardamm“.

Wunsch des Stadtteilvereins sei die Sanierung des sehr schlechten Straßenbelags am Paul-Martin-Ufer mit dem Ziel, den schnellen Radverkehr auf eine Fahrradstraße am Paul-Martin-Ufer zu leiten. Im Ausschuss für Umwelt und Technik am 8. Juni sei der Antrag der FDP und MfM, das Paul-Martin-Ufer instand zu setzen und als Fahrradstraße auszuweisen zwar mit 7:5 Stimmen (FDP/MfM, Grüne, CDU und LI. PAR.Tie) angenommen worden. Doch Bürgermeister Ralf Eisenhauer habe erklärt, aus rechtlichen Gründen sei eine Fahrradstraße nicht möglich. Gründe dafür habe er nicht genannt, sondern die Berme als möglichen Radweg ins Spiel gebracht – das soll jetzt per Gutachten geprüft werden. „Der Stadtteilverein lehnt die Berme aus ökologischen und ökonomischen Gründen ab“, betonte Bickmann.

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Stadtrat Thomas Hornung (CDU) erklärte, die Radstraße Paul-Martin-Ufer sei beim „Runden Tisch Radweg“, entgegen der Aussage von Eisenhauer, keinesfalls „beerdigt“ worden. Die CDU werde sich weiter dafür starkmachen. Der Dezernent müsse erklären, welche rechtlichen Gründe einer Fahrradstraße dort entgegenstehen.

Mair erklärte: „Wir haben den Stein ins Rollen gebracht.“ Doch man müsse den Fahrradweg immer im Zusammenhang sehen mit der geplanten Radschnellverbindung Mannheim-Heidelberg. Die hierfür erforderliche Verbindung von Neuostheim Richtung Seckenheim könnte über die Straße, wo die Busse stehen, unter der Carlo-Schmid-Brücke und durch den Kreisel auf die Straße in Richtung Seckenheim führen. Auf dieser Straße könnte problemlos eine Spur weggenommen werden, weil am Rande nur Lkw stehen. „Das würde allerdings teurer und zwei bis drei Jahre dauern“, meinte Mair. Bickmann erklärte, die Plakat-Aktion des Stadtteilvereins habe zumindest etwas bewegt in Sachen Rücksichtnahme: „Ein toller Zwischenerfolg, dass das Paul-Martin-Ufer jetzt saniert wird.“

Freie Autorin

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