Mitte/Neuostheim - Aktion des Stadtteilvereins / Engagierte Bürger säubern wieder ihren Stadtteil

Neuostheim putzt sich raus

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Rund 40 Teilnehmer trafen sich bei schönstem Frühlingswetter auf dem Rudi-Baerwind-Platz zur Putzaktion des Stadtteilvereins. © Sylvia Osthues

„Es ist eh sauber in Neuostheim, aber es spricht nichts dagegen, dass der Stadtteil noch sauberer wird“, sagte Martin Sand. Er war einer der vielen Helfer, die sich auf Initiative des Stadtteilvereins Neuostheim zur großen Putzaktion trafen. Zwar wurde die stadtweite, eigentlich im Frühjahr stattfindende Aktion „Putz Deine Stadt raus“ wegen der Pandemie auf den Herbst verschoben. Die Neuostheimer starteten dennoch ihr traditionelles Großreinemachen – unter Einhaltung der geltenden Schutzvorschriften.

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Rund 40 Teilnehmer, darunter eine größere Anzahl Kinder und Jugendliche, trafen sich bei schönstem Frühlingswetter auf dem Rudi-Baerwind-Platz, wo sie von der Vorsitzenden Stephanie Heiß begrüßt wurden. Nach entsprechender Einweisung durch Vorstandsmitglied Sandra Drüppel machten sich die Gruppen auf den Weg, um im gesamten Stadtteil zwischen Riedbahnbrücke im Osten und Carlo-Schmid-Bücke im Westen eine größere Menge Müll und Abfall zu sammeln.

So kamen über 30 volle Müllsäcke zusammen. Ein Großteil des Mülls bestand aus Zigarettenkippen, Mund-Nasen-Masken und Fast Food-Verpackungen. Zu den besonderen Fundstücken gehören etliche Autoreifen und große Müllteile, die eher auf den Sperrmüll gehören. „Leider waren auch etliche beschädigte Wahlplakate unter den Fundstücken“, kritisierte Vorsitzende Heiß. Das kurioseste Fundstück war ein kompletter Autoscheinwerfer, der an der Seckenheimer Landstraße gefunden wurde. „Leider lag überall auch viel Hundekot und Hundekottüten unter dem Müll“, bemängelte Heiß.

Form des Zusammenhalts

Um 14 Uhr wollte der Stadtteilverein die Aktion beenden. Doch zu dem Zeitpunkt waren noch etliche Sammler unterwegs und deren Müllsäcke wurden dann später von Sandra Drüppel ebenfalls auf den Baerwindplatz gebracht. Die Autoreifen wurden am Fundort belassen und die Stadt wurde benachrichtigt, um eine Abholung zu veranlassen.

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Tobias Becker fand: „Das ist eine tolle Aktion, auch für unserer Tochter Greta (4). Sie wollten den Stadtteilverein unterstützen, denn die Putzaktion sei auch eine Form des Zusammenhalts. „Es ist gut, dass es hier so einen Verein gibt“, sagte er. Auch Franziska (13) und ihr Bruder Valentin (15) machten gerne mit. Die Kinder freuten sich über die Urkunden und die knallgelben Trinkflaschen, die der früherer Vorsitzende, Stefan Bickmann, besorgt hatte. „Wir hoffen, in unseren kleinen Helfern ein Bewusstsein dafür geschaffen zu haben, dass Müll sammeln Spaß macht, dass Müll nicht auf den Boden oder in die Natur gehört und dass man auch mit kleinen Aktionen zum Umweltschutz beitragen kann“, sagte Heiß. Ihr Dank galt besonders den Eltern, die mit ihren Kindern teilgenommen hatten. Sie dankte auch der Stadt für die Unterstützung. „Wir werden uns definitiv auch an der auf den Herbst verschobenen offiziellen Aktion der Stadt beteiligen“, versprach sie.