Mitte/Neckarstadt-West - Kritik an Pavillon-Abstimmung Mitsprache gefordert

Von 
Roger Scholl
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Das Offene Stadtteiltreff Neckarstadt, eine Anwohner-Initiative im Stadtteil, hat die MWSP im Zusammenhang mit der Abstimmung über den Pavillon am Neumarkt (wir berichteten) scharf kritisiert. Wie Imre Uysal, einer der Sprecher der Initiative, in einer Pressemitteilung erklärte, hätten einige Anwohner erklärt, keinen Stimmzettel erhalten zu haben.

Mit eigenen Projekte beteiligen

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„Die Rückmeldungen aus der Nachbarschaft und die marginale ’Wahlbeteiligung’ von 222 Stimmen (Einwohner Neckarstadt-West: über 22 000) zeigen deutlich, dass das Vorhaben der MWSP alles andere als eine echte Beteiligung der Mehrheit der Menschen in unserem Stadtteil darstellt. Wir fordern verlässlichere Rahmenbedingungen in der Durchführung solcher Beteiligungsprozesse“, so Uysal. Weiterhin kritisiert Uysal, dass Anwohner bisher keine Gelegenheit bekommen hätten, sich mit eigenen Projekten und Ideen an der Gestaltung des Neumarktes zu beteiligen.

Die MWSP erklärte in einer Stellungnahme, man habe ein professionelles Unternehmen mit der Verteilung von Flyern an 11 500 Haushalte beauftragt. Die Reklamationsquote habe sich laut Verteiler im „üblichen Rahmen einer Postwurfsendung“ bewegt. Ergänzend sei der Abstimmungszeitraum über Plakate und über Facebook-Posts des Quartiermanagements beworben worden. Zudem habe man Erklärvideos in drei weiteren Sprachen auf youtube veröffentlicht. Zudem sei das Thema immer wieder im Bezirksbeirat besprochen worden. Von einem nicht transparenten Vorgehen könne also nicht die Rede sein. Kritische Stimmen werde man in die weiteren Überlegungen einfließen lassen. Die MWSP will nun mit der Initiative Kontakt aufnehmen. scho

Redaktion Lokalredaktion, Koordinator Stadtteilseiten