Neckarstadt - Duo Malte Zimdahl und Bernd Bockmeyer singen beim Konzert auf Turley Lieder mit Waschbrett und Schneebesen

Von 
kge
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„Two of Us“ – so nennt sich das Duo Malte Zimdahl und Bernd Bockmeyer, das mit zeitlosen Pop-Klassikern das Publikum begeistert. Dabei spielt Zimdahl Klavier und Bockmeyer Gitarre und nebenbei verschiedene Percussion-Instrumente. Nach dem großen Erfolg ihres Programms „All You need is Love“ wurde nun bei einem Konzert in der Theodor-Fliedner-Stiftung im Turley-Areal ein neues vorgestellt: „Love Is in the Air“.

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Veranstalter waren die Kultur-Events Rhein-Neckar. Da über 80 Prozent der Beatles-Lieder von Liebe handeln, waren deren Songs wieder mit dabei. „She Loves You“, das Lied, mit dem die Beatlemania begann, machte den Anfang. Mit zweistimmigem Gesang und akustischer Gitarre klang das Lied ähnlich mitreißend wie das Original. Das Geheimrezept: das Yeah, Yeah, Yeah. „Vater McCartney gefiel das Yeah nicht, er fand es zu amerikanisch. Die Jungs sollten lieber beim englischen Yes bleiben“, berichtete Bockmeyer, der zu jedem vorgetragenen Lied die Entstehungsgeschichte kennt. Der Name des Duos „Two of Us“, ist ebenfalls ein Lied der Beatles. „Paul hat es Linda gewidmet“, kündigte Bockmeyer den country-ähnlichen Song an. Damit „Stand by Me“ von Ben E. King so originalgetreu wie möglich klang, hatten die beiden ein „Waschbrett in C“ und einen Schneebesen mitgebracht. Wer sich den Anfang des Liedes ins Gedächtnis ruft, dürfte wissen, wie die Geräte zum Einsatz kamen.

Auch ein Jazz-Standard von 1931, der von vielen Berühmtheiten gesungen wurde, darunter auch Louis Armstrong und Ella Fitzgerald oder Mama Cass Eliot, stand auf dem Programm: „Dream A Little Dream of Me“. Ein weiterer Jazz-Klassiker war „Beyond the Sea“, der in den letzten Jahren in der Version von Michael Bublé für Swing-Momente gesorgt hat. Das neueste Lied stammte aus den 1990ern und handelt von einer Person (Sting), die in der Welt unterwegs ist und Heimweh hat: „Fields Of Gold“ von 1993. Von den „goldenen Gerstenfeldern“ in England ging es nach Deutschland in die Disco – in die späten 1970er. „Love is in the Air von John Paul Young wurde für den deutschen Markt komponiert, wegen der Disco-Welle, die gerade am Laufen war“, so Bockmeyer.

Für das folgende Lied hätte sich Malte Zimdahl im weißen Anzug an einen weißen Flügel setzen müssen. „Wir sind schon beim Klammer-Blues“, kündigte Bockmeyer „Imagine“ von John Lennon an. Auf das ruhige Lied folgte noch eines mit „Piccolo-Trompete“. Zwei Zugaben forderte das Publikum am Ende. Eine davon war „Siebzehn Jahr, blondes Haar“ von Udo Jürgens.