Neckarau - Bezirksbeirat zufrieden mit dem Vorhaben / Wunsch nach Wasserspielplatz für Kinder Als Nächstes wird am Strandbad die Promenade gründlich saniert

Von 
Jan Cerny
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Die Promenade am Strandbad wird saniert und von zehn auf fünf Meter zurückgebaut.

© Rittelmann

"Mannheim muss seine Flussbereiche mehr für die Freizeit nutzbar machen", forderte Matthias Kohler (SPD) im Laufe der Debatte im Neckarauer Bezirksbeirat. Nun, am Strandbad ist die Stadt dabei, und das lässt sie sich auch einiges kosten. Als Nächstes ist die Promenade an der Reihe. Darüber informierte die Stadtverwaltung auf der von Stadtrat Steffen Ratzel (CDU) souverän und zügig geleiteten Sitzung im Volkshaus Neckarau. Zudem erfuhren die Stadtteilpolitiker, dass die auf drei Stunden beschränkte Parkplatzregelung auch im nächsten Jahr beibehalten werden soll.

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Vor drei Jahren wurde die Gaststätte neu gebaut und erfreut sich seitdem einer großen Beliebtheit. Danach sanierte die Stadt kontinuierlich den Zugang vom Parkplatz zum Strandbad und die Freizeitflächen, nun ist also die Strandbadpromenade an der Reihe, wie Marcus Becker vom Fachbereich Sport und Freizeit erläuterte.

Die Promenade sei, so Becker, im Laufe der Jahrzehnte brüchig geworden, berge zum Teil Gefahren für die Promenierer. Im Frühjahr hatte die Stadt sechs Ingenieursbüros beauftragt, Entwürfe für die Sanierung zu erarbeiten. Dabei sollten die Planer unter anderem gestalterische Qualität, Vandalismussicherheit und eine sichere Bauweise gegen Druck und Hochwasser beachten. Schließlich sollte auch der Natur- und Artenschutz berücksichtigt werden. Der Jury standen Vertreter des Neckarauer Bezirksbeirats, der Initiative "SOS Strandbad" und der Lokalen Agenda 21 Neckarau beratend zur Seite. Klar wurde, dass der Promenadenweg schmäler sein soll, von zehn auf fünf Meter Breite.

Wohl auch wegen der Beteiligung der Neckarauer an den Planungen stieß das Vorhaben im Bezirksbeirat auf einhellige Zustimmung und Lob. Da die Pläne Bäume im Uferbereich zeigen, mahnte Brigitte Müller-Steim (CDU), dass sie die Aussicht von der Gaststättenterrasse auf den Rhein nicht verdecken sollen. Dr. Christoph Gutknecht (CDU) plädierte dafür, dass der Gaststättenpächter in die weiteren Planungen einbezogen wird. Mehrfach kam der Wunsch nach einem Wasserspielplatz zur Sprache. Sitzungsleiter Ratzel monierte, dass der jetzige Kinderspielplatz durch den Rauch von den Grillplätzen beeinträchtigt werde, "wie in einer Räucherkammer".

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Nach den Sommerferien 2014 soll mit der Sanierung begonnen werden, erklärte Becker. Zur Eröffnung der Saison 2015 wird, so die Planung, der Promenadenweg fertiggestellt sein. Die Kosten werden auf rund 500 000 Euro geschätzt.

Nicht geändert werden soll die Regelung, wonach auf dem Parkplatz nur drei Stunden geparkt werden darf. Klaus Eberle, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, berichtete, dass der Platz im Sommer weniger genutzt worden sei als in den vergangenen Jahren. Er führt es auf niedrige Temperaturen und den diesmal in den Sommer fallenden Ramadan zurück, bei dem Muslime tagsüber fasten müssen.