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Süd/Lindenhof - Probleme an der Waldparkstraße

Anwohner verärgert über Strafzettel

Von 
Sylvia Osthues
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Anlieger der Waldparkstraße sind verärgert über Strafzettel für das Parken auf dem linken Seitenstreifen an der Grünfläche (rechts). © Sylvia Osthues

Ein- und Ausfahren in die U-förmige kleine Anliegerstraße zwischen Waldparkstraße 29 und 31 ist für Kraftfahrzeugfahrer von beiden Seiten möglich aber gefährlich, vor allem wenn die Straße mal wieder komplett zugeparkt ist. Um Kollisionen mit dort parkenden Fahrzeugen zu vermeiden, stellen von rechts einfahrende Fahrzeughalter ihren Pkw auch schon mal entgegen der Fahrtrichtung auf dem linken Seitenstreifen ab. Seit Anfang des Jahres wird diese Ordnungswidrigkeit nach § 12 Absatz 4 Satz 1 StVO mit einem Bußgeld belegt. Weil die Stadtverwaltung auf Beschwerden der Anlieger wegen der jüngst verteilter Strafzettel nicht reagierte, haben sie sich an den „MM“ gewandt.

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Zurückstoßen nicht möglich

Vor Ort schilderten Gerhard Bachert und seine Nachbarn das Problem: An beiden Einfahrten in die U-förmige Straße ist ein Schild angebracht „Anlieger frei“. Also fahren Fahrzeughalter auch von beiden Seiten in die Anliegerstraße rein. Wenn im Scheitel der U-förmigen Straße auf der rechten Seite nichts mehr frei ist, parken die von rechts eingefahrenen Pkw auch schon mal auf dem linken Seitenstreifen. Das hätten sie immer so gemacht und bis Ende 2020 dafür auch nie einen Strafzettel bekommen, erklärte Bachert. „Ein Zurückstoßen in der oft auch von Nichtanliegern zugeparkten Straße ist nicht möglich und hat auch schon zu Beschädigungen an dort abgestellten Fahrzeugen geführt“, erzählte Iris Franz.

„Seit Anfang dieses Jahres werden nun aber für das Linksparken Strafzettel verteilt“, bemängelte Karlheinz Schmitt. „Wegen des hohen Parkdrucks in diesem Bereich wäre eine Einbahnstraße mit Parkmöglichkeiten auf beiden Seiten (§12 Abs 4 Satz2 StVO) eine Alternative“, meinte Bachert. Eine andere Möglichkeit wäre seiner Ansicht nach, dass die Stadt im Scheitel der U-förmigen Anliegerstraße auf der Grünflächenseite zwei oder drei Parkplätze anlegt – ein Stück in die Grünfläche hinein mit Knochen- beziehungsweise Rasenpflaster. „Außerdem werden immer wieder die Ein- und Ausfahrten an der Waldparkstraße zugeparkt, so dass die Einfahrt von Rettungsfahrzeugen unmöglich ist“, kritisierte Michael Schäfer. Hier sollte eine sogenannte „Zickzack-Linie“ angebracht werden.

Auf die Frage, ob eine Einbahnstraßen-Regelung für die Anliegerstraße möglich ist, erwiderte Corinna Hiss vom Dezernat für Planung, Bauen, Verkehr und Sport: „Eine Ortsbegehung hat ergeben, dass in dem Bereich eine Einbahnstraßenregelung grundsätzlich möglich ist. Die städtische Verkehrsplanung wird hierzu mit den betroffenen Dienststellen in Kontakt treten und diese Möglichkeit intensiver prüfen.“ Zur vorgeschlagenen Anlegung von Parkplätzen im Bereich der Grünfläche erklärte Hiss: „Die Verwaltung stellt für Anwohner keine Parkplätze in einer öffentlichen Grünfläche her.“

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Eine Markierung aufgebracht

Zum Vorschlag, an den Ein- und Ausfahrten an der Waldparkstraße eine „Zickzacklinie“ einzuzeichnen, erwidert Anja Kobbe vom Fachbereich 31 der Stadt: „In der Waldparkstraße ist im Bereich der Hausnummern 29 und 31 bereits eine Parkflächenmarkierung auf der Fahrbahn aufgebracht, die eindeutig anzeigt, wo und wie in diesem Bereich geparkt werden darf. Die Einfahrten sind hier von den Parkflächenmarkierungen nicht tangiert. Aufgrund dieser bereits eindeutigen Parkstandsanordnung in diesem Bereich ist eine weitere Markierung nicht notwendig.“

Freie Autorin

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