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 Friedrichsfeld - MGV Frohsinn feiert 140-jähriges Bestehen / Aus Werkschor der Steinzeugwarenfabrik entstanden „Hervorragender Botschafter“

Von 
Marion Schatz
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Beim Jubiläumsabend 140 Jahre MGV Frohsinn Friedrichsfeld überzeugten die singenden Männer unter Leitung von Dietrich Edinger (am E-Piano). © Schatz

Es war im Jahre 1879, als sich einige sangesfreudige Belegschaftsmitglieder der damaligen Steinzeugwarenfabrik zusammentaten, um gemeinsam zu singen. Schon im November des gleichen Jahres wurde der Gesangverein Frohsinn Friedrichsfeld gegründet. Der einstige Werkschor ist damit der zweitälteste Verein im Ort und konnte nun mit einem mehr als gelungenen Jubiläumsabend in der Lilli-Gräber-Halle seinen 140. Geburtstag feiern.

Ehrungen beim Jubiläumsabend

Ehrenmitglieder: Klaus Mendel und Andreas Schilling

Ehrensänger: Reinhold Wolpert

70 Jahre aktiv: Fritz Kretz, Ludwig Weißling und Franz Bauer.

15 Jahre: Andreas Braun, Alexander Hack, Helga Werner und Markus Zimmermann.

25 Jahre: Thomas Bruckmeir, Heiderose Karl, Lothar Mohrbach, Rolf Seltenreich und Roy Ulzhoefer.

40 Jahre: Steffen Kretz, Klaus Mendel, Anja Mesili, Karl Muck, Friedrich Reutner und Andreas Schilling.

50 Jahre: Benno Dörr, Walter Seidel und Reinhold Wolpert. -ion

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Eröffnet wurde der Abend vom Einzug des Chors, angeführt von der Vereinsfahne. Das erste Lied „Durchs Wiestal“ von Friedrich Silcher war auch eine Erinnerung an das 25. Jubiläum 1904. Vorsitzender Gerhard Krieger freute sich über einen vollen Saal. Der Frohsinn verkörpere heute 140 Jahre Freude am Singen. Als Werkschor gegründet, habe man in den vergangenen Jahren viel für die Laienchorbewegung getan. Seit über 20 Jahren arbeite man sehr erfolgreich mit Chordirektor Dietrich Edinger zusammen. Er habe den Frohsinn zu einem leistungsstarken Chor geformt, jede Chorprobe sei ein intensives Erlebnis. Das habe der Chor bei zahlreichen Konzerten und Chorreisen im In- und Ausland deutlich gemacht.

Es fehlt an Nachwuchs

Doch auch am Frohsinn sei die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen. Wie bei vielen anderen Chören fehle auch hier der Nachwuchs. So sei man 2009 eine Singgemeinschaft mit dem Sängerbund Seckenheim eingegangen und könne so weiterhin einen leistungsstarken Männerchor bilden.

Aber auch Kinder habe der Frohsinn hervorgebracht, wie zum Beispiel die Carnevalsabteilung Schlabbdewel, die Vereinigung der Handharmonikafreunde, den Musikverein sowie die Musikgemeinschaft Da Capo. Sie alle waren natürlich an diesem Abend zum Gratulieren gekommen. Die Schlabbdewel haben als ganz besonderes Geschenk ihren Jahresorden dem Jubiläum des Muttervereins gewidmet. Und da die Kampagne ja offiziell erst am 11.11. beginnt, wurde der Orden an alle Sänger in einer Schatulle überreicht. Einzig Schlabbdewel-Gründungsmitglied Fritz Kretz bekam ihn von Denise Baier umgehängt. Grüße und Glückwünsche des Badischen und Deutschen Chorverbandes sowie des Kurpfälzer Chorverbandes Mannheim überbrachte dessen Vorsitzender Jürgen Zink. Er dankte den Gründervätern aber auch allen, die den Verein durch Höhen und Tiefen geführt haben. Heute sei der Frohsinn mit der Singgemeinschaft ein „hervorragender Botschafter für die Laienchorbewegung“ in Mannheim und weit darüber hinaus.

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Friedrich Reutner, ehemaliger alleiniger Geschäftsführer der Friedrichsfeld GmbH und großer Freund und Förderer des Frohsinns, berichtete in seiner Ansprache, wie es der Chor und vor allem auch die damalige Gesangsgruppe Frohoios schafften, 800 Arbeitsplätze in der Firma zu retten. Die Geschichte des Vereins sei auch ein stückweit Firmengeschichte, so Reuter.

Doch vor allem standen an diesem Abend Gesang und Musik im Vordergrund. Nach „Ich weiß ein Fass in einem tiefen Keller“ und „Heimat“, gesungen von der Singgemeinschaft Frohsinn/Sängerbund, ging es mit der Musikgemeinschaft Da Capo unter ihrem neuen Chorleiter Peter Hachenberger und modernen Songs wie „Larger than life“ von den Backstreet Boys weiter. Eine musikalische Weltreise unternahm die befreundete Singgemeinschaft Chorvereinigung Käfertal/Liederhalle Mannheim, ebenso von Dietrich Edinger geleitet wie der Chor der Freiwilligen Feuerwehr Ladenburg, der den Abend mit „Hoch auf dem roten Wagen“ und dem Badner Lied bereicherte.

Klangstarkes Finale

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Ganz nach dem Geschmack von Moderator Dieter Baier war der Auftritt des Musikvereins unter der Leitung von Anna Peschel, der Baiers Wunsch nach „richtiger“ Blasmusik erfüllte, aber auch ein Medley mit Hits von Udo Jürgens spielte. Am Ende gab es stehenden Applaus und Rufe nach einer Zugabe. Unter der versierten Leitung von Dietrich Edinger sangen zum Finale rund 100 Männer als Hommage an Joy Fleming „Ein Lied kann eine Brücke sein“. Stehend applaudierten die Besucher und forderten Zugabe.

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Info: Homepage des Vereins: www.frohsinn-friedrichsfeld.de

Freie Autorin Als freie Mitarbeiterin berichte ich für den Mannheimer Morgen überwiegend über alles aus Friedrichsfeld. Bei Engpässen der Kollegen springe ich auch schon mal in Seckenheim, Ilvesheim oder Edingen-Neckarhausen ein.