Maudach - Stadtteil feiert Kerwe mit Umzug / Programm noch bis Dienstagnachmittag Zur Eröffnung gibt es Wein statt Bier

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dle
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Ludwigshafen. „Der Herbst ist bunt“ – das Motto des St. Michael Kindergartens stand sinnbildlich für den ganzen Kerwe- und Bollerwagenumzug, der sich mit 45 Wagen und Gruppen sowie zwei Mainzer Musikgruppen durch Maudach schlängelte: „Die Mainzer stehen zu Maudach“, wie Jürgen Schreiweis von der Arbeitsgemeinschaft Maudacher Vereine in seiner Begrüßungsrede sagte. Gefühlt ganz Maudach war auf den Beinen, entweder aktiv beim Umzug oder als Zuschauer entlang der Strecke und in den zahlreichen geöffneten Höfen.

Bei der Eröffnung (v.l.): Arge-Chef Jürgen Schreiweis, Torfstecher Kurt Sippel, Jutta Steinruck (OB) und Ortsvorsteherin Rita Augustin-Funck. © leder

Bühne zu teuer

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Mit viel Wein wurde der 42. Festumzug gefeiert: „Es ist der größte Kerweumzug in der Stadt“, wie Schreiweis stolz betonte. Und mit Wein – „ganz nach alter pfälzer Tradition“ – wurde die Kerwe dieses Jahr auch eröffnet, nicht wie gewöhnlich mit Bier: „Den Festbieranstich haben wir dieses Jahr abgeschafft“, so Schreiweis.

Es war nicht die einzige Änderung: Eine Bühne gab es dieses Jahr ebenfalls nicht, das war den Organisatoren schlichtweg zu teuer: „1100 Euro sind uns einfach zu viel, zumal das Interesse an der eigentlichen Eröffnung relativ gering ist“, sagte Schreiweis dieser Zeitung. So mussten der Maudacher Torfstecher und die ganze Gefolgschaft eben noch ein Stück weiter laufen, vor dem Auto-Scooter gab es dann das Stelldichein der Politiker. Dort zeigte sich, dass die Maudacher Kerwe eine ganz besondere ist: Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) brachte gleich noch ihren Stadtkämmerer und Ordnungsdezernenten Andreas Schwarz (SPD) mit, Günther Ramsauer aus dem Bezirkstag war anwesend, aus dem Landtag Heike Scharfenberger (SPD), mit Hans-Uwe Daumann (Grüne) und Peter Uebel (CDU) zwei Fraktionsvorsitzende, mit Wilhelm Wissmann (Rheingönheim), Sylvia Weiler (Oggersheim), Dennis Schmidt (Ruchheim) und Frank Mayer (Oppau) machten vier Ortsvorsteher ihre Aufwartung in Maudach, zudem wurden noch sechs Stadträte und noch mal so viele Ortsbeiräte begrüßt.

„Der Wettergott ist Maudacher“, sagte Schreiweis und erinnerte daran, dass es noch nie bei der Kerwe geregnet habe, seit er Vorsitzender ist. Die Oberbürgermeisterin dankte allen, die mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement zu dem Gelingen der Kerwe beigetragen haben und lobte die Attraktivität der Stadtteilfeste. Die Maudacher Ortvorsteherin Rita Augustin-Funck dankte mit einem kräftigen Applaus erst einmal für einen gelungenen Umzug und zudem auch allen, die mitgeholfen haben. Die „Kerweredd“ hielt traditionsgemäß der Maudacher Torfstecher Kurt Sippel, der nochmals auf die hohen Gebühren für eine Bühne und auch auf das nicht mehr fließende Bier bei der Eröffnung einging. Die Haßlocher Böllerschützen ließen es krachen, die Weingläser klirrten – eröffnet war die Kerwe, die noch bis Dienstag andauert.