Evangelisches Dekanat - Kirchenmusiktag mit Barbara Kohlstruck auf Youtube übertragen Worte Gottes kommen digital

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dtim
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Ludwigshafen. Der Dekanatskirchenmusiktag hat in diesem Jahr als virtuelles Format Premiere gefeiert. Über den Youtube-Kanal der Evangelischen Landeskirche konnten sich Interessierte vom heimischen Bildschirm aus zuschalten, weil ein Musikgottesdienst in der Apostelkirche Pandemie-bedingt nicht möglich war. So verfolgten bis zu 50 Zuschauer per Live-Stream den aufgezeichneten Gottesdienst unter der Leitung von Barbara Kohlstruck.

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„Dieser Kirchenmusiktag ist anders“, stellte die Dekanin fest, bevor sie aus Psalm 119 zitierte, der das Vertrauen in Gottes Wort in den Mittelpunkt rückt. „Wir suchen Halt und Orientierung, wir suchen nach Verlässlichkeit, und wir sehnen uns nach Lebensfreude“ lauteten jene Gedanken, die den Bezug zur beschwerlichen Lockdown-Situation herstellten. Welche Macht das Wort des Schöpfers entfalten kann, wurde auch im Brief an die Hebräer greifbar: Es dringt durch Mark und Bein, es ist lebendig, kräftig und scharf – oder, wie Kohlstruck bewusst zuspitzte, handele es sich „weder um Smalltalk noch Bla-Bla“.

Lieder werden eingespielt

Dieses Wort anzunehmen, war auch die Botschaft, die Sopranistin Stefanie Freiburg in einem der vier Sologesänge von Albert Becker vermittelte. Der Auftritt der Musikerin wurde aus Hygienegründen ebenso eingespielt wie die Aufzeichnungen von Mitgliedern der Posaunenchöre aus den Kirchenbezirken Speyer und Ludwigshafen. Unter der Regie von Landesposaunenwart Christian Syperek erklangen das Lied „Bewahre uns Gott“ und das „Allegro con brio“ von Camillo Schumann. Die Orgel spielte Bezirkskantor Tobias Martin.

Im Zentrum der Predigt von Kohlstruck standen die Anregungen, die die Kirche in der Corona-Zeit geben kann. Dazu rief die Dekanin das Gleichnis eines Bauern in Erinnerung, der Getreide aussät: Nicht alle Samen fallen auf fruchtbaren Boden, nicht alle Worte Gottes durchdringen die Herzen. Doch gebe es immer Menschen, die empfänglich seien. So richtete Kohlstruck den Blick auf das Positive: Auf die Frage, wo die Kirche in diesen Zeiten sei, könne man festhalten: „Viel ist passiert!“

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Seien es diverse Einzelstimmen, die sich zu digitalen Chören vereint haben, oder Musiker, die vor Altersheimen auftreten: Vielerorts sei das in Musik gekleidete Wort Gottes während der Pandemie erlebbar. „Wie viel unser Tun bringt, liegt nicht in unserer Hand“, sagte die Geistliche. Auch könne niemand sagen, wie viele Menschen durch die Angebote den Weg zu Gott gefunden haben. Dennoch verspüre sie Zuversicht. dtim