Corona - Drei Tage ist Ludwigshafen unter 50er-Marke

Weitere Lockerungen in Sichtweite

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Ludwigshafen. In Ludwigshafen ist die Corona-Lage im Vergleich zur Mittwochsstatistik unverändert spannend. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag mit 48,8 minimal unter dem Vortagswert. Es war der dritte Tag in Folge, an dem die für Lockerungen relevante Marke von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100 000 Einwohner unterschritten wurde. Die Stadt hat Ende des Jahres 2020 etwa 172 000 Einwohner gehabt. Bleibt Ludwigshafen an fünf Werktagen hintereinander unter dieser Marke, dann fallen am übernächsten Tag bisher geltende Einschränkungen.

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Gastronomen hoffen

Für die Rhein Galerie bedeutet das beispielsweise, dass die Gastronomie dort keine Testnachweise mehr verlangen muss. Center-Manager Patrick Steidl würde sich das natürlich wünschen, wie er am Donnerstag gegenüber dieser Redaktion sagte. Ansonsten sei Shopping ja wieder einigermaßen normal möglich, sehe man von den Quadratmeterbeschränkungen pro Kunde in den Geschäften ab. Die Zahl der akut mit Corona infizierten Personen sank am Donnerstag in der Stadt auf 307. Es gab seit Montag kein weiteres Todesopfer. 

Thema : Coronavirus

  • Thema des Tages Sorge vor der Delta-Variante

    Trotz der entspannten Corona-Lage in Deutschland haben Wissenschaftler, Ärzte und Politiker für Vorsicht in der Pandemie geworben. Durch die ansteckendere Variante Delta könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Freitag. Diese Entwicklung könne vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. „Das dürfen wir einfach nicht riskieren.“ Auch bei niedrigen Inzidenzen sei deshalb ein behutsames Öffnen in kleinen Schritten nötig. Durch Impfungen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten erhalten bleiben. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warb für Vorsicht, vor allem in der Reisezeit. „Das kann ein guter Sommer werden“, sagte der CDU-Politiker. Es gebe Anlass zur Zuversicht. Aber vor allem, wenn alle aufmerksam blieben. Lockerungen sollten bei steigenden Sieben-Tage-Inzidenzen deshalb regional wieder zurückgenommen werden. Und zwar nicht erst bei einem Wert von 50, betonte Spahn, „sondern früher“. Impfen schreitet voran {element} Bundesweit ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in Deutschland binnen sieben Tagen nach den jüngsten RKI-Zahlen weiter gesunken – auf aktuell 10,3. Zu den Erfolgen in der Pandemiebekämpfung rechnet Spahn auch die Fortschritte beim Impfen. Jeder zweite Bürger in Deutschland habe mindestens eine Spritze bekommen, fast ein Drittel (29,6 Prozent) seien vollständig geimpft. {furtherread} „Das Virus ist nicht verschwunden. Lassen Sie uns die Erfolge nicht leichtfertig verspielen“, sagte Wieler. „Lassen Sie uns auch die wiedergewonnene Freiheit erhalten, indem sich immer mehr Menschen vollständig impfen lassen.“ Noch kursiere die Delta-Variante auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland. Es sei jedoch nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er. Im Herbst werde es wieder zu mehr Neuinfektionen kommen, sagte Wieler. Und im Moment sei die Hälfte der deutschen Bevölkerung noch nicht ausreichend durch Impfungen geschützt. Dafür müsste es 80 Prozent vollständig immunisierte Bundesbürger geben. In Mannheim sind bis Donnerstagabend 220 869 Impfungen durchgeführt worden. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um 134 665 Erst- und um 86 204 Zweitimpfungen, die im Impfzentrum und von den mobilen Impfteams verabreicht wurden. Dem Gesundheitsamt wurden am Freitag (bis 16 Uhr) sieben neue Fälle einer nachgewiesenen Corona-Infektion gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt – auf Basis der von der Stadt gemeldeten Zahlen – bei 14,5. Am vergangenen Freitag lag sie noch bei 20,9. cs/dpa

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