Coronavirus - Grüne wollen Antworten zur Übersterblichkeit Todesrate in der Stadt auffällig hoch

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Julian Eistetter
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Ludwigshafen. Die Corona-Mortalität ist nach Angaben des Grünen-Kreisverbands in Ludwigshafen besonders hoch. „Ludwigshafen hat mit bisher rund 121 Toten pro 100 000 Einwohner die meisten Todesfälle durch Sars-CoV-2-Infektionen unter allen Städten und Landkreisen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland, Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen zu beklagen“, heißt es in einer Mitteilung von Donnerstag. Die Mortalitätsrate in der Bundesrepublik liege dagegen bei 60 Toten pro 100 000 Einwohner. „Vor diesem Hintergrund fordern Bündnis 90/Die Grünen das zuständige Gesundheitsamt und die Stadtverwaltung zur Überprüfung ihrer bisherigen Corona-Strategie auf“, sagt Vorstandsmitglied Tenko Bauer.

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Die Berichte des Stadtvorstandes hätten bislang keine Hinweise darauf geliefert, wie die hohen Zahlen zustande kommen. Deshalb sei zu vermuten, dass es in den Alten- und Pflegeheimen zu mehr massiven Corona-Ausbrüchen komme als in anderen Kommunen und die bisherigen Schutzmaßnahmen nicht ausreichend gewesen seien. Da die Zweitimpfungen bei den Einrichtungen noch ausstünden, müssten alle Anstrengungen für einen besseren Schutz unternommen werden – etwa mehr Schnelltests und kostenlose Versorgung mit FFP2-Masken.

Am Donnerstag wurde für Ludwigshafen ein neuer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Damit sind insgesamt 209 Menschen gestorben. Die Gesamtzahl der Fälle stieg um 33 auf 6218. Die Inzidenz sank weiter und liegt aktuell bei 167,7, wie aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

Redaktion Reporter Region, Koordinator Neckar-Bergstraße und Ausbildungsredakteur